Woche 4 steht in den Startlöchern und Löcher können wir hier wortwörtlich nehmen. Die Offensive Line der Packers gleicht einem Schweizer Käse, oder sollten wir lieber sagen, einem Wisconsin Käse. Humor darf an dieser Stelle nicht fehlen, sonst kann einem schwarz vor Augen werden, wenn man die vielen Hits sieht, die Jordan Love einstecken muss. Lieber uns wird schwarz vor Augen, als Jordan Love. Genug der Wortspielereien, widmen wir uns euren Fragen vor dem Spiel gegen die Buccs. Viel Spaß mit unserer wöchentlichen Inbox #AskPackersGermany!
Die Needs werden angegangen. Würdet ihr noch jemanden traden? Wenn ja, wen? (bastthedust / Instagram)
Mögliche personelle Verstärkungen? (tim21_7 / Instagram)
Die Packers haben in dieser Woche Mekhi Becton, Laken Tomlinson und Kevin Zeitler unter Vertrag genommen. Damit wurde zum Glück auf die Situation in der Offensive Line reagiert. Alle drei bringen in jedem Fall eine Menge Erfahrung mit und können der instabilen und jungen Offensive Line mehr Ruhe verleihen. Dies ist dringend nötig, denn so konnte es nicht weiter gehen.
Aufgrund der Verpflichtungen von Becton, Tomlinson und Zeitler ist derzeit nicht davon auszugehen, dass die Packers noch einen Trade forcieren werden. Mir würde jetzt auch spontan niemand einfallen, der günstig zu haben wäre und der Draft Picks, ich sage mal vorsichtig, Wert wäre.
Der Need für die kommende Free Agency und den Draft 2027 ist damit bereits in Woche 4 klar, sonst klopft mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Jordan Love im Front Office nicht nur zaghaft an und bittet um einen Trade.
Ist Tomlinson eine sofortige Hilfe für die O-Line? (tschiller.bbg / Instagram)
Im Grunde stellt sich diese Frage gar nicht, denn auf Grund der aktuellen Situation ist ein Spieler mit seiner Erfahrung auf jeden Fall ein deutliches Upgrade für unsere Offensive Line. Ich hoffe, dass er zusammen mit Becton und Zeitler Ruhe in den „Hühnerhaufen“ bringt.
Wird Tomlinson direkt am Wochenende spielen? (joshuha_swa307 / Instagram)
Alles andere würde mich überraschen. Ihr kennt meine verhaltene Art zu Neuzugängen und die Zeit, die sie brauchen, um das Playbook zu lernen. Allein seine Erfahrung befähigt ihn aber, direkt am Wochenende zu starten und die Offensive Line zu stabilisieren. Auch wenn er keine Ahnung vom Playbook hat, so sollte er mindestens eine Orientierung für die Spieler in der Offensive Line sein. Gleiches gilt natürlich auch für Mekhi Becton und Kevin Zeitler. Ein Super Bowl Sieger beruhigt deine Nerven auf jeden Fall.
Wäre ein Trade für einen Running Back eine Option, zum Beispiel Allgeier? (goofy310765 / Instagram)
Nein. Die NFL hat diese Woche die Freigabe für das Video von Josh Jacobs erhalten und sollte zeitnah eine Entscheidung treffen. Diese werden die Packers auch abwarten und dann situativ entscheiden.
Aktuell ist meines Erachtens das Run Game nicht entscheidend. Die Offensive Line hält nicht und das Run Game findet so gut wie gar nicht statt. Wie auch, wenn dein Running Back direkt in die gegnerische Defense rennen muss und Gefahr läuft ohne Protection direkt einen Hit zu kassieren.
Hat LaFleur die richtigen Schlüsse aus dem Atlanta-Desaster gezogen? (mr.magic238 / Instagram)
Hoffen wir es mal. Am Sonntag sind wir schlauer. Aber Vorsicht! Wir dachten auch, dass ein Sieg gegen die Falcons Pflicht ist. Jetzt kommen die Buccs mit drei verlorenen Spielen zum Saisonstart. Ein Sieg sollte Pflicht sein. Ein Schelm der böses dabei denkt, dass die Packers doch der perfekte Aufbaugegner sind.
Glaubt ihr wirklich, dass Matt LaFleur das Problem ist oder doch eher das Front Office? (angaj1169 / Instagram)
Bedingt. Das Front Office um Brian Gutekunst nimmt die Planung für die Saison vor, verpflichtet Spieler, draftet. Dies erfolgt auf jeden Fall immer in Abstimmung mit Matt LaFleur. Letztlich muss er und sein Coaching Staff daraus das Beste machen. Ist in Bezug auf die Offensive Line in dieser Saison überhaupt nicht gelungen.
Mit Becton, Zeitler und Tomlinson kann sich dies natürlich noch ändern. Wunder möchte ich hier allerdings nicht erwarten.
Für mich persönlich, hat das Front Office hier in der Offseason rückblickend keinen guten Job gemacht. Verletzungen kann niemand vorher sehen, soweit sind wir uns alle einig. Ich weiß nicht, wie man sowas in der Kaderplanung berücksichtigt. Auf Kannte nähen, scheint mir aber doch mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit sehr nachlässig. Geschenkt, nun sind alle schlauer. Das Front Office hat zumindest reagiert und zieht (hoffentlich) für die Zukunft die richtigen Schlüsse.
Gibt es eine Möglichkeit, die Saison noch zu drehen, bzw. zu retten? Wird uns die Rückkehr von Parsons und Jacobs reichen für ein mögliches Comeback? (Benny / Discord)
Am Football liebe ich, dass immer alles möglich ist und nach Woche 3 sind wir bestimmt noch nicht am Ende. Die Saison ist noch nicht verloren und wir sollten den Kopf nicht in den Sand stecken.
Eines dürfen wir bei aller Enttäuschung, Wut und Ärger nicht vergessen. Wir Packers Fans sind schon sehr verwöhnt. Über die letzten Jahre hinweg haben die Packers einen soften aber stetigen Rebuild von Aaron Rodgers zu Jordan Love hinbekommen, die Defense umgebaut und verstärkt. Drei Quarterbacks in Folge mit enormen Potenzial, die auch beweisen, bzw. bewiesen haben, dass sie das Team anführen können, auf das Feld geschickt. Davon träumen ziemlich viel Fans anderer Teams.
Die Packers finden wieder in die Erfolgsspur. Zeit(ler), dass sich was dreht. Da ist sie wieder meine positive Seite – welcome back! 😉
Warum funktioniert gerade bei der Packers Offense gar nichts? Sowohl Drops und schlechte Pässe. Obwohl ausgenommen der OLine / RB sich das Personal kaum verändert hat. Die ersten drei Viertel gegen die Vikings sah es doch gut aus. (EricBSC/GoPackgo / Discord)
Das Hauptproblem ist die Offensive Line. Diese kollabiert regelmäßig und produziert Missmatches, so dass Jordan Love durchschnittlich unter 2,5 Sekunden Zeit hat, den Ball los zu werden. Das ist extrem kurz und führt damit natürlich auch zu Fehlern, unsauberen Pässen und Drops, wenn die Receiver durch mangelnde Protection durch die Offensive Line unter Druck geraten.
Die ersten drei Viertel gegen die Vikings waren gut, das stimmt. Im vierten Viertel haben sich dann die Probleme offenbart. Im Spiel gegen die Falcons war dann einfach nicht mehr zu übersehen, wo genau das Problem liegt – in der Offensive Line, massiv geschwächt durch Verletzungen. Tomlinson, Zeitler und Becton bringen hoffentlich Abhilfe und stabilisieren die Offense insgesamt. Mit der Rückkehr von Josh Jacobs wird ein weiterer Baustein wieder zur Verfügung stehen. Aktuell ist noch nicht absehbar, wann dies der Fall sein wird.
Das waren eure Fragen für diese Woche. Schauen wir positiv auf das Spiel gegen die Buccs. Wir hatten genug negative Gedanken im Kopf.
Euer
Winnie
#GoPackGo
