Spielerprofil Jager Burton – Offensive Line, Pick 153, Draft 2026

Die Green Bay Packers haben in der fünften Runde des NFL Drafts 2026 ihre Tiefe in der Interior Offensive Line verstärkt. Mit dem Pick Nummer 153 wählte General Manager Brian Gutekunst Center/Guard Jager Burton von den Kentucky Wildcats. Burton bringt genau das Profil mit, das die Packers historisch bei ihren Linemen suchen: Enorme Athletik, Vielseitigkeit und Raum für Entwicklung.

Eckdaten

Alter: 24. August 2002 (23)
Geburtsort: Lexington, Kentucky
Größe: 1,93 Meter (6′4″)
Gewicht: 141 kg (312 lbs)

College Karriere

Jager Burton, ein ehemaliger Vier-Sterne-Rekrut aus Lexington, Kentucky, blieb für seine College-Zeit direkt in der Heimat und entwickelte sich bei den Wildcats zu einer absolut verlässlichen Konstante. Nach einem Redshirt-Jahr 2021 startete er ab 2022 voll durch. In seiner gesamten College-Laufbahn absolvierte er 51 Spiele und stand in seinen finalen Jahren in 47 aufeinanderfolgenden Partien in der Startformation.

JahrSnapsLGCRGPressuresSacks
202581908172120
20243793790072
20235900159431131
2022729718010135
202134003411
Statistiken via Pff.com

Besonders seine Entwicklung in der Pass Protection konnte beeindrucken. Während er als junger Starter im Jahr 2022 noch 5 Sacks in 426 Pass-Blocking-Snaps zuließ, stabilisierte er sich massiv. Laut Pro Football Focus (PFF) erlaubte er über die darauffolgenden drei Jahre bei mehr als 1.000 Pass-Block Snaps kombiniert nur noch drei Sacks. In seiner finalen Center-Saison 2025 gab er in 819 Snaps laut PFF keinen einzigen Sack und keinen Hit gegen den Quarterback ab (12 Pressures insgesamt).

Stärken

Die größte Qualität von Jager Burton liegt in seiner Flexibilität, die exakt in das Beuteschema der Packers passt. Er hat in der SEC bewiesen, dass er sowohl als Left Guard, Right Guard als auch als Center auf Top-Level performen kann – eine Vielseitigkeit, die ihn zum perfekten Allrounder für die Packers O-Line macht. Ergänzt wird dies mit einer Elite-Athletik: Mit einer 40-Yard-Zeit von 4,94 Sekunden und top lateraler Mobilität ist er der Prototyp für das Zone-Blocking-Scheme. Er glänzt im Open Field, zieht blitzschnell als Pulling Guard heraus und setzt Second-Level-Blocks gegen Linebacker mit Leichtigkeit. Zudem zeigt er sich in der Pass Protection extrem konstant.

Schwächen

Trotz seiner Athletik bringt Burton in der NFL gewisse physische Limitierungen mit, allen voran eine mangelnde funktionale Kraft. Mit 312 Pfund und verhältnismäßig kurzen Armen fehlt ihm im Eins-gegen-Eins gegen NFL-Top-Level-Interior-Power-Rusher oft der nötige Anchor, um der Bullrush-Gewalt standzuhalten. Er verliert in diesen direkten Duellen zu leicht und wird in die Pocket zurückgedrängt. Diese Defizite zeigen sich auch ab und an im Run-Blocking. Während Burton in der Bewegung im Raum überragt, fehlt ihm bei Down-Blocks der nötige Punch, um schwere Defensive Tackles im direkten Duell von der Line of Scrimmage wegzuschieben. An dieser Hebelwirkung und der Handplatzierung muss noch gearbeitet werden.

Erwartungen

Jager Burton ist ein klassischer Packers-Draftpick für die O-Line. Ein athletischer, vielseitiger und noch etwas ungeschliffener Spieler. Niemand erwartet von ihm, dass er an Tag 1 als unumstrittener Starter aufläuft.

Seine realistische Rolle im Jahr 2026 wird die des primären Swing-Inside-Lineman sein. Da er sowohl beide Guard-Positionen als auch die Center-Position absichern kann, gibt er Green Bay eine hervorragende qualitative Tiefe von der Bank aus. Mittelfristig bringt er jedoch absolut das Potenzial mit, sich zu einem verlässlichen Starter im Interior der Packers zu entwickeln, wenn er im Kraftraum an seiner funktionalen Stärke arbeitet und seine Technik verfeinert. Möglicherweise ist er aber auch schon ein Starting-Kandidat für die kommende Saison.

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