Defense Hui, Offense Pfui – 7:10 Loss – Review Week 10: Packers vs. Eagles

Es war das erwartet harte Spiel – Leider zu Ungunsten der Packers. Da war mehr drin.

Defensiv war das eine sehr gute Performance. Offensiv leider nicht. Das Laufspiel kam nicht konstant durch. Im Passspiel fehlte der Schwung, sodass die Offense bis kurz vor Schluss immer rechtzeitig gestoppt werden konnte. Das letzte Aufbäumen, der erste Touchdown, kam dann leider zu spät, sodass die nächste Niederlage in den Büchern steht.

Auf einen Blick

  • Offensiv wieder mal deutlich zu wenig
  • Playcalling muss hinterfragt werden
  • Defense ist NFL-Top
  • Barkley fast immer unter Kontrolle
  • Tush Push kein Thema
  • Was nun Matt LaFleur?
Embed from Getty Images

Laufspiel etablieren

Bei beiden Teams stand klar im Vordergrund, zunächst das Laufspiel zu etablieren. Die Packers begannen zuerst mit der Offense und hier sollte dies nur bedingt funktionieren. Zwar konnte Runningback Josh Jacobs zwei neue 1st Downs erlaufen. Im nächsten Set of Downs konnte er allerdings schnell Inside gestoppt werden, sodass die Packers Offense zu einem Pass gezwungen war. Der erste Passversuch resultierte dann auch direkt in einem Sack für einen Raumverlust von 14 Yard. Der tiefe Ball im Anschluss war unvollständig.

Die Eagles machten es zunächst besser. Auch deren Runningback Saquon Barkley konnte für einige 1st Downs sorgen. Ein weiteres wurde mit dem Tush Push generiert. Wobei die Eagles traditionell einen False Start verursachten, welcher ebenfalls traditionell von den Schiedsrichtern nicht gesehen wurde. Das Laufspiel konnte aber die Räume für den Pass öffnen und Eagles Quarterback Jalen Hurts seine Receiver Devonta Smith und AJ Brown in Szene setzten. Damit gelangen es den Eagles auch längere 3rd Downs erfolgreich abzuschließen. In der Redzone angekommen, wollte Hurts das erste Mal selbst laufen. Doch Linebacker Edgerrin Cooper konnte den Ball zum Fumble frei schlagen. Cornerback Keisean Nixon sicherte ihn zum Turnover.

Beide Teams blieben weiterhin beim Laufspiel. Beide aber nicht erfolgreich. Die Offense der Packers wurden beim 4th Down & 1 durch eine eigene False Start Strafe gestoppt. Die Eagles konnten ein 3rd & lang nicht vervollständigen. Auch im nächsten Drive hieß es, weiter mit dem Laufspiel. Bei einem 3rd Down und lang konnte Tight End Luke Musgrave zwar den ersten Pass von Quarterback Jordan Love fangen, aber nicht für ausreichend Yardage, sodass erneut ein Punt am Ende des Drives in den Büchern stand.

Probleme in beiden Offenses

Auch im weiteren Verlauf stotterten beide Motoren in der Offensive. Oder anders ausgedrückt. Es war bis dato ein Spiel für wahre Liebhaber der Verteidigung. Ein unvollständiger Pass von Jalen Hurts und eine sehr gute Manndeckung von Packers Cornerback Keisean Nixon später, mussten die Eagles erneut punten. Die Packers Offense tat es den Gästen aber gleich und ging nach drei Spielzügen wieder vom Feld. Philadelphia kam im anschließenden Drive zwar zu einem neuen 1st Down, durch eine Defensive Pass Interference Strafe gegen Packers Safety Evan Williams (die man auch nicht unbedingt hätte werfen müssen), danach kassierten die Gäste aber selbst wieder eine False Start und eine Holding Strafe, die den Drive beendeten.

2-Minute Offense der Packers

Matt LaFleur hatte nun seine 2-Minute Offense auf dem Feld. Diese schien zunächst auch etwas besser zu funktionieren. Pässe auf Tight End Luke Musgrave, Runningback Josh Jacobs und Wide Receiver Romeo Doubs brachten die Gastgeber in Field Goal Reichweite. Bei einem ersten Sack von Eagles Pass Rusher Nolan Smith verletzte sich Center Elgton Jenkins. Er musste zu dem Zeitpunkt in die Kabine gefahren werden. Sean Rhyan kam für ihn rein. Quarterback Jordan Love war im nächsten Play wieder stark unter Druck. Er wollte den Sack vermeiden, doch verlor den Ball. Pass Rusher Jaelan Philipps konnte ihn sich zum Turnover sichern. 0-0 zur Pause.

Neue Hälfte – Neuer Schwung

Die Eagles brachten in der zweiten Hälfte wieder etwas Elan ins Spiel. Runningback Saquon Barkley und Tight End Dallas Goedert brachten den Ball schnell in die Hälfte der Packers. Dort konnten die Gäste aber nur einmal kurz an die Redzone anklopfen, ehe Runningback Tank Bigsby mit einem Verlust von 3 Yards wieder aus der Redzone heraus musste. Eine weitere Delay of Game Strafe beendete den Drive und Philadelphia musste sich mit einem Field Goal aus 39 Yards begnügen. 0-3.

Die Packers nahmen zumindest auch etwas Schwung mit. Gleich im ersten Play fand Quarterback Jordan Love seinen Receiver Christian Watson für 20 Yards. Runningback Josh Jacobs und Receiver Dontayvion Wicks (willkommen zurück) brachten die Hausherren in die Hälfte der Eagles. Eine Incompletion und ein tiefer Tackle for Loss gegen Jacobs brachte die Offense wieder aus der Field Goal Reichweite hinaus. Ein 4th Down und 9 an der 42 Yards Linie spielte Head Coach Matt LaFleur aus – Nach Advanced Stats war das für diese Spielsituation auch die richtige Entscheidung – Den perfekt geworfenen Pass konnte Receiver Bo Melton aber nicht festhalten. Turnover on Downs.

Aber nicht schlimm, da die Offense der Eagles nach 3 Plays wieder vom Feld geschickt wurde.

4th Quarter Comeback?

Wieder ein guter Start in den Drive von Green Bay. Runningback Josh Jacobs für 11 Yards. Dontayvion Wicks konnte zweimal seine Ballskills zeigen und zwei schwere Bälle für 24 Yards fangen. Auf einmal fand Jordan Love seinen Receiver Christian Watson für weitere 22 Yards in der Redzone. Doch eine illegal Formation Strafe negierte das herausragende Play. Nach zwei weiteren Incompletions mussten die Packers erneut punten. Der Punt sah zuerst nahezu perfekt aus. Der erste Call war „Down inside 1“ Doch Bo Melton stand bereits in der Endzone, also Touchback.

Die Eagles machten im Gegenzug schnelle Sache. Das erste Mal im gesamten Spiel kam Runningback Saquon Barkley durch. Mit einem Spin-Move konnte er Cornerback Carrington Valentine aussteigen lassen und erlief 41 Yards. Anschließend ging Eagles Quarterback Jalen Hurts tief und fand seinen Receiver Devonta Smith für 36 Yards zum ersten Touchdown des Abends. 0 -10.

Beim folgenden Drive konnten die Packers endlich auch zählbares vorweisen. Jordan Love setzt während des gesamten Drives nahezu alle noch verbleibenden Spieler der Offense ein. Letztendlich war es Tight End Luke Musgrave der nur durch eine klare Defensive Pass Interference Strafe zu stoppen war. Damit standen die Packers schon in der Redzone. Ein schneller Pass auf Josh Jacobs und ein Lauf von selbigen brachten nun auch den Touchdown für Green Bay 7 – 10.

Die Eagles konnten in ihrem nächsten Drive – auch durch eine 3rd & 15 completion – noch einmal 3,5 Minuten von der Uhr nehmen, mussten danach aber punten. Das brachte den Packers aber nichts, da eine weitere Musgrave-Conversion, die Packers in Höhe der Mittellinie nur zu einem 4th & 1 brachte und Runningback Josh Jacobs den Ball fumbelte.

Eagles Head Coach Nick Sirianni hatte im anschließenden Drive noch eine Idee des tiefen Passes aus AJ Brown, der aber von Cornerback Carrington Valentine gut verteidigt wurde, sodass die Packers tatsächlich bei 27 Sekunden noch einmal in Ballbesitz kamen. Quarterback Jordan Love konnte die Offense noch einmal knapp in die gegnerische Hälfte bringen, doch der mehr oder weniger utopische Field Goal Versuch aus 64 Yards misslang. Damit verlieren die Packers erneut zu Hause. Dieses Mal mit 7 zu 10.

Fazit

Joa, was machen wir damit? 261 Offensive Yards sind natürlich viel zu wenig. 5-13 3rd Down Conversions sind natürlich viel zu wenig. Bo Melton hatte mehr Targets als Christian Watson und Romeo Doubs. Ich lasse das einfach mal so stehen. Josh Jacobs nahezu ausschließlich Inside Runs durch das A-Gap.

Matt LaFleur sollte definitiv das Playcalling in den nächsten Spielen angehen und anpassen. Ja, die Eagles haben eine gute Defense, aber lediglich 1 Auftritt in der Redzone im gesamten Spiel ist für ein Team, das in die Playoffs kommen will deutlich zu wenig.

Zusätzlich dazu haben bei den Packers Center Elgton Jenkins das Spiel mit einer Knöchelverletzung zur Pause verlassen und Romeo Doubs im letzten Viertel mit einer Brustverletzung. Gute Genesung beiden, insbesondere an Jenkin,s bei welchem es wohl nicht so rosig aussieht. Die genaueren Untersuchungen stehen natürlich noch aus, aber Head Coach Matt LaFleur sagte auf der Pressekonferenz folgendes:

It doesn’t sound promising.

Loben sollte man hingegen die herausragende Defensiv-Leistung. Niemand konnte die Eagles bisher unter 20 Punkte halten, die Packers ließen heuter aber bei 10 Punkten zu. Barkley kam im Laufspiel lediglich auf 60 Yards, bei 22 Carries und Edgerrin Cooper konnte einen Ball zum Fumble frei schlagen. Also defensiv wirklich top top top.

Was dann halt am Ende nichts bringt, wenn die Offense die Punkte nicht auf das Scoreboard bringt. Bleibt zu hoffen, dass LaFleur in der kurzen Woche die nötigen Antworten für das Spiel gegen die Giants am Sonntag findet und wir irgendwo im Kader noch ein paar fähige und vor allem gesunde Receiver finden.

Spieler des Spiels

Ich machs kurz und knapp. Die gesamte Defensive.

Habt ihr Fragen oder wollt euch austauschen? Dann folgt uns auf Social Media oder kommt in unseren Discord-Server!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert