Spielerprofil: Dani Dennis-Sutton – Edge Rusher, Pick 120 Draft 2026

Nach den Abgängen von Rashan Gary und Kingsley Enagbare war klar: Die Packers mussten auf Edge nachlegen. Dass Dani Dennis-Sutton dann erst an Position 120 verfügbar war, dürfte in Green Bay allerdings kaum jemand erwartet haben. In einer tief besetzten Edge-Klasse ging er erst als 15. Edge-Spieler vom Board.

Einige Experten hatten Dennis-Sutton deutlich früher erwartet. Viele sahen ihn eher als Zweit- oder Drittrundenpick. So führte PFF ihn auf Platz 67, ESPN auf 96 und Daniel Jeremiah auf 107 seines Rankings. Besonders überzeugt war Dane Brugler von The Athletic, der ihn sogar als Top-60-Spieler einstufte. Entsprechend überrascht waren einige Analysten, dass er in der vierten Runde noch verfügbar war.

Eckdaten

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Alter: 23.12.2003
Geburtsort: Millsboro, Delaware
Größe: 1,96 m
Gewicht: 116 kg

College Karriere

Bereits vor seiner College-Zeit galt Dennis-Sutton als außergewöhnlicher Athlet. Dafür zog er früh von zuhause aus, um an einem privaten Internat gegen stärkere Konkurrenz antreten zu können. Neben Football spielte er dort auch Basketball und betrieb Leichtathletik, um gezielt an seiner Explosivität und Geschwindigkeit zu arbeiten. Am Ende seiner Highschool-Karriere galt er als Five-Star-Rekrut und als eines der besten Edge-Talente des Landes.

Der nächste Schritt führte ihn zu Penn State, wo er auf höchstem College-Niveau spielte. Er wurde 2023 und 2025 in das Third-Team All-Big Ten von den Trainern gewählt. Statistisch machte er nach seinen ersten beiden Jahren noch einmal einen deutlichen Sprung und produzierte 2024 und 2025 nahezu identische Zahlen auf konstant hohem Niveau. Mit 8,5 Sacks belegte er am Ende der vergangenen Saison einen geteilten 25. Platz unter allen Edge Defendern. Gerade die konstante Production über zwei Saisons hinweg hebt ihn von vielen anderen Edge-Prospects in dieser Klasse ab.

Quelle: Eigene Darstellung; Statistiken aus „The Beast“ von Dane Brugler

Stärken

Bereits optisch fällt Dennis-Sutton sofort auf: Größe, Länge und Athletik bringen nur wenige Prospects in dieser Kombination mit. Seine langen Arme und großen Hände helfen ihm dabei, Offensive Linemen auf Distanz zu halten. Seine Kombination aus Größe und Athletik ist selten und macht sein Upside besonders spannend. Seine Combine-Ergebnisse gehörten zu den historisch besten Tests eines Edge-Defenders mit vergleichbarer Größe. Er gehört zum Kreis der Athletischen Spielern im Draft. Sein RAS-Score von 9,96 bestätigt, wie außergewöhnlich seine körperlichen Voraussetzungen sind.

Quelle: https://ras.football/ras-information/?PlayerID=30040

Seine Kraft und Länge machen ihn zudem zu einem starken Run Defender. Er setzt einen guten Anker gegen Blocks und ist mit seinen Händen auch sehr schnell am Point auf Attack und kann so Druck aufbauen. Durch seine starken Armen kann er dabei gut den Ball rausschlagen und hat so auch schon einige Fumbles erzielen können. Auch charakterlich wird er sehr positiv bewertet und gilt als harter Arbeiter mit hoher Wettbewerbsmentalität.

Schwächen

Sein Tape und seine Production von Spiel zu Spiel sind inkonstant. Teilweise gelingt es ihm nicht, seine Athletik konstant aufs Feld zu übertragen. Besonders an seiner (Pass Rush-)Technik muss er noch feilen. Außerhalb seines Bull Rushes fehlen bislang noch konstante Counter-Moves. Dieser Ansatz funktioniert im College zwar regelmäßig, auf NFL-Niveau wird er allerdings deutlich variabler gewinnen müssen. Daher muss er noch einige verschiedene Counter-Moves in sein Spiel integrieren, um sich von Tackles und Guards zu lösen. Darüber hinaus spielt er teilweise noch zu aufrecht und zeigt Schwächen bei Flexibilität und Leverage. Gerade seine Hüftbeweglichkeit limitiert ihn aktuell dabei, sauber um Blocks zu arbeiten.

Auffällig ist dabei, dass diese technischen Themen trotz vier Jahren College-Erfahrung weiterhin sichtbar sind. Genau hier wird die Entwicklungsarbeit eines NFL-Teams entscheidend sein.

Erwartungen

Auch wenn er noch Entwicklung benötigt, könnte Dani Dennis-Sutton früh Teil der Edge-Rotation werden. Er sollte direkt zu einem der besseren Run Defender des Teams gehören und könnte dementsprechend besonders bei „Early Downs“ viel zum Einsatz kommen. Als Pass Rusher dürfte er dagegen zunächst noch Entwicklungszeit benötigen. Und gerade in Green Bay ist man hier sehr viel vorsichtiger als anderswo. Man sollte daher nicht erwarten, dass er früh viele (Pass Rush) Snaps sehen wird.

Auf der anderen Seite wird möglicherweise Micah Parsons die ersten Saisonspiele noch verletzt verpassen. In den Spielen brauchen die Packers dann Ersatz auf seiner Position. Seine Hauptkonkurrenten um Snaps sind Lukas Van Ness, Barryn Sorrell,  Collin Oliver und Brenton Cox. Dazu kommt noch Linebacker Ty‘Ron Hopper (2025: 34% seiner Def. Snaps als OLB) sowie die Interior D-Liner Karl Brooks (ca: 37% der Snaps auf außen), Devonte Wyatt (20%), und Warren Brinson (20%). Grundsätzlich lebt die defensive Front der Packers weiterhin stark von Rotation und Positionsflexibilität.

Realistisch erscheint daher zunächst eine kleinere Rolle mit zunehmender Einsatzzeit im Laufe der Saison. Sein tatsächlicher Durchbruch könnte allerdings eher ab Jahr zwei kommen. Aber gegen den ein oder anderen Sack bereits in dieser Saison haben wir natürlich nichts einzuwenden.

#GoPackGo!

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