Endlich geht es los! – Preview Week 1 Lions at Packers

Das lange Warten hat ein Ende. Am Sonntag um 22:25 Uhr spielen die Packers im Lambeau Field gegen die Detroit Lions. Dabei haben sich die Packers vor ein paar Tagen mit Star Pass Rusher Micah Parsons verstärkt. Wir haben vor kurzem einen Artikel über diese Verpflichtung auf unserer Homepage veröffentlicht.

Erwartungshaltung

Dieser Trade bedeutet für die Packers mindestens einen Schritt weiter Richtung Spitzenteam. Viele sehen die Packers als Favorit für die NFC North. Es gibt sogar Expertenmeinungen, die die Packers an der Spitze in der gesamten NFC sehen. Die gestiegene Erwartungshaltung erhöht aber auch den Druck auf das Team und die Spieler. Im Topspiel gegen den letztjährigen NFC North Gewinner werden wir sehen, wie die Packers damit umgehen.

Das Spiel wird dann auch direkt die Richtung vorgeben. Ein Sieg und der Hype kennt erstmal keine Grenzen. Eine Niederlage würde der Stimmung vermutlich erstmal einen ordentlichen Dämpfer verleihen.

Auf einen Blick

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  • Wann? Sonntag, 07.09.2025 / 22:25 Uhr
  • Wo? Lambeau Field, Green Bay, Wisconsin  
  • Sender/Kommentatoren US-Feed: CBS / Jim Nantz, Tony Romo, Tracy Wolfson (FR)
  • Sender/Kommentatoren Deutschland: Gamepass by DAZN
  • Schiedsrichter: Clete Blakeman
  • Wetterprognose: leicht bewölkt bei 15°C

Wie lief die bisherige Offseason der Lions

Die Offseason der Lions war vergleichsweise spektakulär. Erfolg in der NFL bedeutet Begehrlichkeiten von anderen Teams. Ben Johnson, der bisherige Offensive Coordinator und einer der Hauptfaktoren für die sehr gute Lions Offense in den letzten Jahren, wurde Head Coach bei den Chicago Bears. Aaron Glenn, der bisherige Defensive Coordinator wurde Head Coach bei den New York Jets. Beide nahmen dabei auch einige andere Positioncoaches in der Offense mit. Jeweils zwei Coaches gingen mit nach Chicago bzw. zum Big Apple.

Auch auf Spielerseite gab es Wechsel: Besonders hart trifft die Lions der Rücktritt von Center Frank Ragnow. Er galt in den letzten Jahren als einer der besten Center der NFL. Nun genießt er seinen Ruhestand. Die Abgänge von Kevin Zeitler (Right Guard), Za’Darius Smith (Edge Rusher), Ifeatu Melifonwu (Cornerback), Charlton Davis (Cornerback) wurden primär durch DJ Reed und Avonte Maddox (beide Cornerbacks) ersetzt. Bei Marcus Davenport (Edge Rusher) hofft man, dass er endlich mal Verletzungsfrei bleibt.

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Im Draft legten die Lions vor allem Wert auf die beides Lines. In der Defensive kam in Runde 1 Tyleik Williams (Defensive Tackle). Für die Offensive Line kamen Tate Ratledge (Runde 2) und Miles Frazier (Runde 5). Williams und Ratledge sollten sofort spielen und direkten Einfluss haben. Besonders interessant ist zudem Isaac TeSlaa. Detroit hat für ihn in die 3.Runde hochgetradet und so effektiv insgesamt 3x 3.Runde bezahlt. Experten waren darüber etwas verwundert, aber in der Preseason konnte er auf sich aufmerksam machen und gilt als klare Nr.3 Wide Receiver in Detroit. Insgesamt ist Detroit im Vergleich zum Vorjahr besonders in der Offensive Line und auf den Coaching Positionen spürbar schlechter geworden. Nichtsdestotrotz sollten die Lions zu den Top Teams in der NFC zählen.

Stärken des Gegners

Die klare Stärke des Gegners verbleiben die Skill Player. Jahmyr Gibbs, David Montgomery, Amon-Ra St.Brown, Jameson Williams, Isaac TeSlaa und Sam LaPorta. Die Gruppe aus Running Backs, Wide Receiver und dem Tight End liest sich einfach sehr gut und komplett. Bill Barnwell von ESPN.com hat ein Ranking über alle Skill Player erstellt. Die Lions hat er dabei auf Platz zwei. Er begründet das mit St.Brown, der einer der sichersten Ballfänger der NFL letztes Jahr war und dazu jederzeit verrückte Catches auspacken kann und mit Gibbs, der letztes Jahr 1929 Scrimmage Yards und 20 Touchdowns hatte und es verdient hätte, wenn er sogar eine noch größere Rolle bekommen würde.

Quelle: Pro Football Reference, Top20 Spieler nach Scrimmage Yards; https://www.pro-football-reference.com/years/2024/scrimmage.htm

Das Team ist auf Running Back, Wide Receiver und Tight End in der Spitze und in der Breite super besetzt. Jameson Williams hatte in der vergangenen Saison seinen Breakout mit 58 Receptions für 1001 Yards und Touchdowns. Er war einer der Gründe warum Sam LaPorta, der 2023 zu den besten vier Tight Ends der Liga gehört hatte in der letzten Saison, statistisch eine schwächere Saison gespielt hat. Aber immerhin hat er dennoch als sechstbester Spieler auf seiner Position das Jahr abgeschlossen. Montgomery ist sicherlich einer der besten Nummer 2 Running Backs in der Liga. Isaac TeSlaa, der jetzt noch dazu kommt, haben wir ja bereits erwähnt.

Schwächen des Gegners

Wenn man Aidan Hutchinson, Star Spieler in der Defense der Lions, aus dem Pass Rush rauslässt, waren die restlichen Spieler der Defensive Front eher enttäuschend. Die besten Spieler neben Hutchinson (45 Pressures) waren Za’Darius Smith (63 Pressures), Alim McNeill (45), Levi Onwuzurike (45), Josh Paschal (31), Al-Quadin Muhammad (24).

Quelle: Pro Football Focus, Pressure Zahlen Detroit Pass Rusher; https://premium.pff.com/nfl/positions/2024/REG/defense-pass-rush?position=DI,ED,LB,CB,S&team=11&minimum=20p

Smith ist Free Agent geworden, Alim McNeill zehrt noch an einer Verletzung aus dem letzten Jahr und wird die ersten 4 Spiele verpassen. Gleiches gilt für Paschal. Levi Onwuzurike wird sogar die gesamte Saison verpassen, nachdem er sich im Training einen Kreuzbandriss zugezogen hat. Somit bleiben zum Saisonstart nur zwei von den sechs besten Linemen vom letzten Jahr übrig. Und für Hutchinson ist es auch das erste Spiel nach seiner Horrorverletzung. Um so spannender wird sein, was First Rounder Tyleik Williams auf Defensive Tackle direkt zeigen kann.

Key Matchups

Es wird vermutlich ein sehr enges Spiel werden, in dem Kleinigkeiten entscheiden. Wir möchten hier zwei Duelle hervorstellen, die besonderen Einfluss auf den Spielverlauf und das Ergebnis haben könnten:

Packers Right Tackle Zach Tom vs. Lions Defensive End Aidan Hutchinson

Hutchinson hatte letztes Jahr einen unglaublichen Stretch über die ersten fünf Spiele. Er hatte in diesen Spielen insgesamt 45 Pressures und acht Sacks und sortiert sich damit über die gesamte auf Platz 48 bzw. auf Platz 32 ein. Aber in fünf Spielen! Rechnet man das auf eine gesamte Saison hoch, wäre er auf komplett absurde 153 Pressures und 27 Sacks gekommen. Bestwerte waren 83 Pressures und 18 Sacks (jeweils von Trey Hendrickson, Bengals). Außerdem hatte er 38,3% Win Percentage, also wie oft er sich gegen ein Blocker durchgesetzt hat. Platz 2 (Myles Garrett) hatte 23,1%. Zum Vergleich der neue Packers Star Micah Parsons 20,2% (Platz 4). In Woche 6 brach er sich allerdings das Wadenbein und das Schienbein. Einer der schlimmsten Verletzungen, die man im Beinbereich haben kann. Die Frage ist natürlich, wie er davon zurückkommt.

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Er wird nun hauptsächlich gegen Zach Tom spielen. Zach Tom hat letzte Saison 24 Pressures erlaubt. Platz 23 unter allen Tackles mit 50% Spielzeit. Letzte Saison haben beide nicht gegeneinander gespielt. In Woche neun und in Woche 14 hatte er jeweils 2 Pressures erlaubt und hatte, wenn man die PFF Grades zur Rate gegen die Lions zwei sehr durchschnittliche Spiele im Verhältnis zur restlichen Saison. In 2023 haben sie aber bereits zweimal direkt gegeneinander gespielt. Im ersten Spiel sah Tom gar nicht gut aus und kassierte acht Pressures. Im zweiten Spiel waren es nur noch drei. Bleibt zu hoffen die positive Tendenz wirkt sich hier weiter aus.

Packers Defensive Backs vs. Lions Quarterback Jared Goff

Oben wurde schon beschrieben, wie gut die Lions Skillplayer sind. Bei Jared Goff kann aber angesetzt werden. Er spielte eine sehr solide Saison letztes Jahr mit wenigen Fehlern und hat sich dabei auf ein Kurzpassspiel fokussiert. Jared Goff hat nach Tua Tagovailoa die höchste Completion Rate mit 72,4% in der NFL. Das lag aber auch vermehrt hat seiner Target Tiefe. Im Durchschnitt flogen seine Bälle lediglich 7 Yards weit durch die Luft. Von den Starting Quarterbacks waren nur Mahomes und Tagovailoa kürzer. Dennoch hatte bei er PFF 17 als „Turnover Worthy Plays“ zugeordnete Pässe. Platz 8 in der Liga. Von dieser extremen Kurzpass-Offense wollen die Lions berichten zufolge etwas abweichen unter dem neuen Offensive Coordinator. Daher kann man mehr längere Pässe erwarten.

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Das setzt die Cornerbacks und die Safeties unter Druck. Aber je tiefer man wirft, desto riskanter können die Pässe werden. Die Chance für Xavier McKinney, Evan Williams und Keisean Nixon auf mögliche Interceptions zu hoffen. Interceptions waren letztes Jahr schon eine Waffe von Defensive Coordinator Jeff Hafley. 17 Interceptions (Platz 3) standen am Ende zu Buche. Xavier McKinney hatte davon acht. Besonders stark war er zu Saisonbeginn (sechs Interceptions nach Woche 8). Können McKinney und Co. das wiederholen?   

Mein Tipp: 24:21 Packers

#GoPackGo

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2 Gedanken zu „Endlich geht es los! – Preview Week 1 Lions at Packers

  1. Die NFL Medien sind schon echt lustig.
    Vor 2 Jahren haben sie uns quasi ans Ende der North geschrieben und Love als Bust hingestellt, dann errreichen wir mit den jüngsten Kader 2 mal die PlayOff, beenden die 16 Spiele Heimsiegserie der Cowboys und schiessen sie aus dem eigenen Stadion, und jetzt sind wir Contender und Love MVP Kandidat.
    Sollten wir gegen die Lions verlieren, manche sehen uns ja sogar als +2 Favoriten, werden sie uns dann wieder in der Luft zerreissen.
    Man kennt sie ja diese Schwafler wie McAfee, Nick Wright, Colin Cowherd und Co.
    #GoPackGo

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