Packers fegen die Lions mit 27:13 aus dem Lambeau. Was für eine Performance unserer Packers gegen den amtierenden Champion der NFC North! Die Lions schafften es zwar mehrfach in die Red Zone, erzielten aber erst in Garbage Time, weniger als eine Minute vor Schluss, einen Touchdown, der schlussendlich bedeutungslos war. Die Packers Defense um Micah Parsons zeigte ein herausragendes Spiel. Parsons selbst erzielte seinen ersten Sack in Green and Gold.
Auf einen Blick
- Die Defense der Packers dominiert die Lions Offense
- Starkes Debüt von Micah Parsons
- Packers Offensive Line dominiert die Lions Front Seven
- Gegen Ende des Spiel mussten die Packers einige Verletzte beklagen
- Gutes Spiel von Love: 16 von 22 Pässen angebracht für 188 Yards und zwei Touchdowns ; 128,6 Passer Rating
Die Ausfälle
Die Packers mussten von vorneherein auf Cornerback Nate Hobbs verzichten. Dafür wurde am Samstag schon Rookie Corner Micah Robinson vom Practice Squad elevated. Stattessen waren aber alle Receiver und Defensive End Micah Parsons mit von der Partie.
Machtdemonstration in der ersten Hälfte
Bei den Packers klappte gefühlt alles, außer der Coin-Toss. Den gewannen die Lions. Aus dem Grund fingen die Packers mit der Offense an. Das Laufspiel stockte zunächst noch. Running Back Josh Jacobs wurde immer wieder nach kurzem Raumgewinn gestoppt. Das Passing-Game war dagegen direkt „on fire“. Der erste Pass von Quarterback Jordan Love landete bei seinem Receiver Romeo Doubs für 20 Yards. Ein 16-Yard-Pass auf Wicks und ein 11-Yard-Pass auf 1st Round Rookie Matthew Golden später, standen die Packers in der Redzone. Hier fand Love seinen Tight End Tucker Kraft zum ersten Touchdown der Saison.
Nach einem schnellen 3&Out der Lions Offense – hier hatte Defensive End Micah Parsons direkt Einfluss auf das Spiel mit Druck gegen Lions Quarterback Jared Goff bei 3rd Down – rollte die Offense der Packers weiter. Ein tiefer Pass auf Kraft brachte die Hausherren bereits in Field Goal Reichweite. Damit musste man sich dann auch begnügen. Kicker Brandon McManus wie erwartet perfekt zum 10:0.
Dass man ein so gutes Team wie die Lions nicht immer stoppen kann, sollte klar sein. Die Packers spielten daher nach dem Motto „bend but don’t break“. Also den tiefen Raumgewinn verhindern und damit den kurzen offener gestalten. Dies konnten nun auch die Lions, mit ihrem hervorragenden Laufspiel um die Running Backs Jahmyr Gibbs und David Montgomery nutzen. Zumindest bis kurz vor die Packers Redzone. Dort konnte die Defense standhalten und die Lions zu einem Field Goal zwingen.
Perfekte Drives zur perfekten Situation
Die Packers, wieder mit ihrer Offense auf dem Feld, wollten vielleicht etwas Madden spielen, oder ähnliches. Auf jeden Fall schickte Quarterback Jordan Love die erste tiefe Bombe los. Wide Receiver Romeo Doubs war dazu der perfekte Abnehmer für ein neues 1st Down für 48 Yards. Wer jetzt dachte, man würde das Laufspiel etablieren, lag falsch. Nach der ersten Bombe folgte die Zweite. Dieses Mal auf Reicever Jayden Reed für 17 Yards zum nächsten Packers Touchdown.
Nun, was die eine Seite kann, wollte die andere Seite auch zeigen. Nach selbiger Thematik unter dem Motto „bend but don’t break“ kamen die Lions über ihr Laufspiel und kluges Play-Action-Game über Tight End Sam LaPorta in die Redzone der Packers. Hier konnte aber Safety Evan Williams das Play perfekt erahnen und kam vor Lions-Receiver Amon Ra St. Brown an den Ball und fing selbigen zur Interception ab. Auch hier hatte Micah Parsons mit schnellem Druck auf Jared Goff wieder maßgeblichen Anteil an der Interception.
Pause 17:3 Packers!
Stückwerk und Nerven zu Beginn der zweiten Hälfte
Nach der Pause sollten die Teams einige Anpassungen gemacht haben. Allerdings hatte sich das bei dem Spiel zunächst gegenseitig negiert. Die Lions kamen mit der Offense raus und kopierten quasi den letzten Scoringdrive aus der ersten Hälfte. Viel Laufspiel und etwas Play-Action auf Tight End Sam LaPorta. Auch hier wurde der Drive an der Redzone gestoppt und auch hier verwandelten die Lions das Field Gaol. Nach zwei Punts auf jeder Seite kam dann etwas die Nervosität bei Packers Quarterback Jordan Love auf. Erst gab es ein Missverständnis mit Tucker Kraft, sodass Lions Linebacker Alex Anzalone fast den Pass interceptet hätte. Im nächsten Spielzug war es dann soweit. Lions Safety Brian Branch fing einen Pass von Jordan Love ab und trug ihn zum Pick Six in die Endzone zurück. Doch aufgrund gleich zwei Strafen gegen die Lions kam der Ball zu den Packers zurück. Den wiedergewonnen Ball konnten die Packers jedoch nicht verwerten und punten erneut.
Letzte Runde und Entscheidung
Die Lions wollten im letzten Viertel nochmal alles auf eine Karte setzen. Quarterback Jared Goff musste aber direkt im 3rd Down Play den nächsten Sack von Pass Rusher Rashan Gary kassieren, der den Drive an der eigenen 1-Yard-Linie beendete.
Durch die herausragende Feldposition – die Packers starteten an der gegnerischen 36 – begann die Show des Josh Jacobs. Der Packers Runningback zerlegte die Lions Defense in diesem Drive quasi im Alleingang und krönte sich selbst mit einem finale 3-Yard-Lauf zum Touchdown. Das war der neunte Touchdown von Jacobs über die letzten neun Spiele. Packers-Rekord!
Wenn zu dem Zeitpunkt noch jemand an ein Wunder der Lions geglaubt hatte, dem hatte Packers Defensive Tackle das Wunder genommen, denn auch der nächste Drive der Lions wurde mit einem Sack, dieses Mal eben von Wyatt beendet. Die Packers selbst konnten noch ein weiteres Field Goal im Anschluss darauf setzen.
Der letzte Drive hatte dann doch noch zwei Highlights zu bieten. Zu Beginn des Drives passierte das, was alle Packers Fans erwarteten und sehen wollten. Lions Quarterback Goff rollte an die Seitenlinie heraus und dann … RUMS! Packers Defensive End Micah Parsons kam mit seinem ersten Sack in Green and Gold vorbei!
Damit war der Drive allerdings nicht vorbei und die Lions konnten in einer No-Huddle Offense das Feld weiter herunter marschieren. Eine Minute vor Ende des Spiels fand Jared Goff seinen Rookie Wide Receiver Isaac TeSlaa in der Endzone, der mit einem wahnsinnigen One-Handed Catch (für mich jetzt schon der Catch des Jahres) den ersten und einzigen Lions Touchdown erzielen.
Der anschließende Onside Kick ging out of bounds und die Packers gewinnen mit 27:13 in einer außergewöhnlichen dominanten Art und Weise.
Fazit
Die Superlative liegen von ganz alleine auf der Hand. Herausragend, Überraschend, Beeindruckend, Außerordentlich und und und. Dennoch war nicht alles perfekt. Gerade zu Beginn der zweiten Hälfte geriet zumindest die Offense der Packers etwas ins Stocken. Auch Jordan Love wurde etwas hastig und ungenau und hatte Glück, dass zwei seiner Würfe nicht als Interception in den Büchern stehen.
Das war’s aber leider noch nicht ganz mit den negativen Nachrichten. Einige Spieler der Packers konnten das Spiel verletzungsbedingt nicht beenden. Darunter sind Offensive Guard Aaron Banks – Knöchelverletzung (für ihn kam Jordan Morgan rein), Right Tackle Zach Tom – Hüftverletzung (für ihn kam Darian Kinnard rein, der das übrigens super gemacht hat), Defensive End Brenton Cox – Leistenverletzung und Bo Melton – Schulterverletzung. Gerade in Anbetracht der kurzen Woche könnte das gegen die Commanders problematisch werden. Wir wünschen an dieser Stelle eine gute und schnelle Genesung.
Das war aber genug der Negativität. Die Packers haben gegen den letztjährigen 2nd Seed der NFC quasi 27:6 (wenn man den letzten Touchdown in der Garbage Time abzieht) dominiert. In der ersten Halbzeit lief nahezu alles perfekt. In der zweiten Halbzeit war dann „nur“ noch die Defense perfekt und die Offense hatte sich in den Verwaltungsmodus zurückgesetzt.
Nichtsdestotrotz möchte ich auch einige Spieler hervorheben, die meiner Meinung nach ein herausragendes Spiel abgeliefert haben. Das sind namentlich Defensive End Micah Parsons und Rashan Gary, Linebacker Edgerrin Cooper und Quay Walker, Defensive Tackle Colby Wooden und Devonte Wyatt, Safety Evan Williams, Wide Receiver Romeo Doubs und Quarterback Jordan Love.
Embed from Getty ImagesSpieler des Spiels: Die gesamte Front Seven! In 2024 haben die Lions von ihrer Rushing Offense gelebt und im Schnitt pro Spiel 138 Rushing Yards erzielt. Gegen die Packers heute kamen die Lions lediglich auf 46 Rushing Yards!
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2 Gedanken zu „Machtdemonstration im Lambeau – Review Week 1 Lions at Packers“