Das nächste Ausrufezeichen – Review Week 2 Commanders at Packers

Kurze Woche, Ausfälle in der Offensive Line und die Frage, ob die Packers den entstanden Hype nach dem Season Opener und dem Micah Parsons Trade weitertragen können. Die Antwort lautet ziemlich klar: Ja! Das Spiel gegen die Commanders knüpfte nahtlos an die gute Leistung gegen die Lions an. Trotz einer erneut etwas inkonstanten Offense im Verlauf des Spiels und liegengelassenen Punkten, war es dank einer sehr guten Defense ein hochverdienter Sieg für unsere Packers.

Auf einen Blick

  • Die Defense zeigt erneut eine sehr dominante Vorstellung
  • Tight End Tucker Kraft mit einem Monsterspiel
  • Wide Receiver Jayden Reed bricht sich das Schlüsselbein
  • Backups in der Offensive Line halten gegen eine starke Commanders DLine stand

Die Ausfälle

Nach dem überzeugenden Saisonauftakt gegen die Lions in Woche 1, war in der kurzen Woche wenig Zeit, die Verletzungen auszukurieren. Left Guard Aaron Banks und Right Tackle Zach Tom konnten nicht trainieren und fielen beide aus. Für Banks spielte Jordan Morgan und den Right Tackle Spot teilten sich Rookie Anthony Belton und Darrian Kinnard, der erst kurz vor dem Saisonstart für einen 6.-Rundenpick 2027 von den Eagles geholt wurde.

Story des Spiels – Defense erneut on Fire

Die Story des Spiels war wieder die Defense. Bis weit in die zweite Hälfte hatte die Offense der Commanders erhebliche Probleme den Ball überhaupt zu bewegen. Zwischenzeitlich hatte Tucker Kraft mehr Yards erzielt, als die gesamte Commanders Offense. Wie auch gegen die Lions ließ Defensive Coordinator Jeff Hafley viel Zone Defense spielen, mixte aber  vermehrt einige Blitz Packages in sein Playcalling ein. Gegen die Lions blitze die Packers Defense nur fünfmal, Commanders Quarterback Jayden Daniels wurde in zwölf seiner Dropbacks geblitzt.

Embed from Getty Images

Nicht nur mit den Blitzpacketen sorgte die Packers Defense für Druck. Auch mit dem Four-Men-Rush waren die Packers gefährlich und Jayden Daniels stand am Ende des Spiels bei 25 seiner 52 Dropbacks unter Druck. Micah Parsons verbuchte alleine 8 der insgesamt 32 Pressures für sich. Damit war Daniels regelmäßig zu schnellen Entscheidungen gezwungen und die Defense konnte so die gefürchteten Läufe von Daniels selbst sehr gut verteidigen. Daniels hatte gegen die Packers Defense sieben Rushing Attempts und erzielte damit lediglich 17 Yards. Im vergangenen Jahr erzielte er in seinen 20 Spielen (inkl. Playoffs) nur in einem einzigen Spiel weniger Yards am Boden (über 50 Yards im Schnitt pro Spiel).

Die Cornerback-Gruppe der Packers wurde bei vielen Experten vor der Saison mit Fragezeichen versehen. Gegen die Commanders feierte Nate Hobbs sein Debüt in einem Regular Season Spiel für die Packers. Mann des Abends in der Secondary war allerdings ein anderer: Keiasan Nixon machte das vermutlich beste Spiel seiner Karriere mit fünf abgewehrten Pässen! Lediglich eine Reception für 9 Yards ließ er zu und lässt damit seine Kritiker nach einem schwachen Spiel in Woche 1 ein wenig verstummen.

Der Spielverlauf – Erste Halbzeit

Die Packers ließen offensiv einige Gelegenheiten liegen, das Spiel schon früher klarer zu entscheiden. Das ist am Ende mit der größte Kritikpunkt. Die Offense war, wie auch im Spiel gegen die Lions, zwar explosiv, aber nicht konstant. Gleich im ersten Drive des Abends bewegte die Offense den Ball gut bis weit in die Hälfte der Commanders. Eine Holding-Strafe gegen Anthony Belton nahm einen Jayden Reed Touchdown vom Board, bei welchem er sich das Schlüsselbein brach. Die Strafe konnte die Packers zwar kompensieren, aber Love verpasste bei dem ausgespielten vierten Versuch von der 33 Yard Line der Commanders Matthew Golden in der Endzone zum Touchdown – Turnover on Downs.

Die folgenden beiden Drives der Commanders endeten mit einem Raumgewinn von insgesamt einem Yard! Dazwischen gelangen den Packers die ersten Punkte an diesem Abend. In ihrem zweiten Drive überwanden sie 96 Yards zum Touchdown. Highlight dabei ein 57-Yard-Pass auf Tight End Tucker Kraft. Romeo Doubs fing letztendlich den Touchdown zur zwischenzeitlichen 7:0 Führung.

Ein Highlight des Abends folgte im nächsten Scoring Drive der Packers. Wide Receiver Malik Heath fing an der Sideline einen spektakulären Ball von Love, bei welchem Heath gerade so die Zehenspitzen im Feld auf den Boden bekam. Matt LaFleur musste das Play challengen, anhand der Bilder war aber schnell klar: Das war ein Catch! Josh Jacobs brachte den Ball danach in die Endzone, sein elftes Spiel in Folge mit einem Touchdown!

Vor der Pause wurde es dann wild, als die Commanders mit 18 Sekunden auf der Uhr einen Field Goal Versuch aus 58 Yards daneben setzen. Jordan Love und die Packers Offense kam mit drei Timeouts und 14 Sekunden nochmal auf Feld und schafften es tatsächlich auch selbst nochmal in Field Goal Reichweite. Kicker Brandon McManus setzte den Field Goal Versuch aus 48 Yards allerdings an den Pfosten.

Spielverlauf – Zweite Halbzeit

Nach der Halbzeit knüpften die Kicker an ihre Missed Goals an. Matt Gay, Kicker der Commanders, setze im ersten Drive nach der Halbzeit den nächsten Versuch aus 52 Yards an den Pfosten. Packers Kicker McManus durchbrach im folgenden Drive dann aber die Negativserie der Kicker und verwandelte sicher aus 22 Yards. Die Packers Offense verpasste es hier nach einem guten Drive von der 7 Yard Line der Commanders den Ball in die Endzone zu bekommen und das Spiel früh in klarere Bahnen zu lenken.

Mit Beginn des vierten Quarters führten die Packers damit 17:3 und erst im letzten Viertel konnte die Commanders Offense den Ball besser bewegen. Dank einem Touchdown auf Zack Ertz konnten sie zwischenzeitlich auf 17:10 verkürzen. Die Packers antworteten aber prompt mit einem 65 Yard Touchdown Drive, ihrerseits. Tucker Kraft vollendete seine herausragende Leistung von 6 Catches und 124 Yards mit seinem zweiten Touchdown der Saison. Zwischenstand 24:10

Embed from Getty Images

Das Spiel war spätestens nach den nächsten beiden Drives entschieden. Die Commanders spielten, bereits etwas in Zeitnot, einen vierten Versuch in der eigenen Hälfte aus. Keisean Nixon verteidigte jedoch erfolgreich den vierten Versuch. Mit kurzem Feld konnten die Packers über Brandon McManus mit einem weiteren Field Goal auf 27:10 stellen und das Spiel war praktisch entschieden. Daran änderte auch ein weitere Touchdown der Commanders in Garbage Time nichts mehr.

Fazit

Die Packers können mit breiter Brust aus den ersten beiden Wochen gehen. Gegen zwei im vergangenen Jahr starke NFC-Teams, die auch diese Saision wieder mit hohen Ansprüchen in die Saison starteten, gab es zwei überzeugende Auftritte. Ein Ausrufezeichen und Statement in Richtung der gesamten Konkurrenz. Die Mini-Bye nach dem Thursday Night Game kommt für die Packers mit nun einigen angeschlagenen Spieler zum richtigen Zeitpunkt. Dennoch geben auch die Leistungen der Backups, insbesondere in der OLine, ein gutes Gefühl was die Tiefe des Kaders betrifft.

Wenn die Packers es nun auch schaffen, den Ball in der Offense noch konstanter zu bewegen und einige unnötige Strafen zu vermeiden, kann hier im weiteren Verlauf der Saison was Großes entstehen. Lasst uns den Moment geniessen! Packers Fan zu sein macht einfach grade eine Menge Spaß!

Spieler des Spiels: Tucker Kraft. Es war das beste Spiel eines Packers Tight End seit Richard Rodgers. Kraft war als Receiver eine echte Waffe und leistete ebenfalls wertvolle Arbeit für das Team als Blocker (zweitbeste Run-Blocking Grade nach PFF).

Habt ihr Fragen oder wollt euch austauschen? Dann folgt uns auf Social Media oder kommt in unseren Discord-Server!

Ein Gedanke zu „Das nächste Ausrufezeichen – Review Week 2 Commanders at Packers

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert