Nach einem solchen Spiel eine Review oder Preview zu verfassen, ist alles andere als einfach. Nicht nur die Niederlage selbst, sondern vor allem der Verlust von Micah Parsons wiegt schwer und hat die Hoffnung auf ein starkes Saisonfinale deutlich gedämpft. Die positive Nachricht: Christian Watson geht es gut und er ist Day-to-Day. Angesichts seiner Bedeutung in den letzten Wochen ist das eine sehr gute Nachricht. Sein Einsatz bleibt dennoch fraglich. Genauso wie bei Zach Tom, Quay Walker, Jayden Reed, Josh Whyle und Evan Williams. Gerade bei Evan Williams deutet vieles darauf hin, dass ein Comeback möglicherweise erst gegen die Vikings erfolgen kann.
Die Verletzungssorgen nach dem Spiel in Colorado sind groß. Das darf die Leistung jedoch nicht beeinflussen. In diesem fünften Divisionsduell braucht es volle Konzentration und eine starke Teamleistung. Jetzt ist das klassische „Next man up“-Prinzip gefragt. Besonders der Blick richtet sich dabei auf vermeintlichen Stützen wie Rashan Gary. Da muss in der Defense mehr kommen, zu viele Punkte wurden zuletzt zugelassen – trotz einem Elite Spieler wie Parsons.
Auf einen Blick
Embed from Getty Images- Wann? Sonntag, 21.12.2025 / 02:25 Uhr
- Wo? Soldier Field, Chicago, Illinois
- Sender US-Feed: FOX
- Sender Deutschland: Gamepass by DAZN, DAZN
- Wetterprognose: regnerisch bei 2°C
Was ist in den letzten zwei Wochen passiert
Neben den Verletzungen haben die Packers auch eine Niederlage im Reisegepäck. Die Bears hingegen hatten in einem extrem kalten Spiel gegen die Browns keinerlei Probleme. Nach den Siegen der anderen Playoff-Konkurrenten ergibt sich somit folgendes Bild:

Green Bay ist wieder auf Platz 7 abgerutscht, während die Bears auf Rang 2 geklettert sind. Die Lions folgen nach einer weiteren Niederlage mit einem halben Spiel Rückstand auf Platz 8. Der Traum von der Bye Week und Platz 1 ist damit in weite Ferne gerückt. Es geht in erster Linie um den Einzug in die Playoffs. ESPN Analytics beziffert die Chancen der Packers auf 91%. Den Divisionssieg machen die Packers und Bears demnach unter sich aus. Die Lions liegen bei nur 6%. Die Favoriten sind stand jetzt noch die Packers (54% / Bears (40%).

Diese Einschätzung wird allerdings auch dadurch beeinflusst, dass Green Bay mit einer Siegchance von 59,2 % als Favorit in dieses Spiel geht. Der Ausgang des Spiels kann diese Wahrscheinlichkeiten aber signifikant verändern. Bei einer Niederlage lägen die Packers bei noch zwei ausstehenden Spielen 1,5 Spiele zurück. Dann würde ein Bears-Sieg gegen die 49ers oder Lions reichen, um die Division nach Chicago zu holen.

Am realistischsten sind für Green Bay vor allem Platz 2 und Platz 7. Das Gleiche gilt für die Bears. Denkbar ist ein Aufeinandertreffen in den Playoffs allemal. Das wahrscheinlichste ist NFC North Duell. Der Divisionssieg macht den Heimvorteil in einem möglichen dritten Spiel gegen die Bears/Lions aus. Außerdem entgeht man als Second Seed einem Matchup in der Divisional Round gegen das aktuell beste Team der Liga (Los Angeles Rams).
Stärken des Gegners
Die Tendenzen haben sich verstärkt. Wie unangenehm die Bears sein können, musste Green Bay bereits in Woche 14 sehen müssen. Offensiv ist das Laufspiel in den letzten Wochen der Schlüssel zum Erfolg. Swift und Monangai wirkten phasenweise nicht zu stoppen. 120 Yards und ein Schnitt von 4,4 Yards aus dem Hinspiel konnte auch gegen die exzellente Run Defense der Browns aufrechterhalten werden (131 Yards – 4,5 Yards im Schnitt – 2 Touchdowns).
Die Defensive gewinnt mit den Takeaways fast schon automatisch das Turnover-Battle. Drei Interceptions und fünf Sacks erstickte sofort jedes zarte Aufflackern der Browns Offense im Keim.
Schwächen des Gegners
Aus den letzten beiden Spielen viele Schwächen zu finden, ist gar nicht mal so einfach. Was will man bei einem 31:3 Sieg gegen die Browns schon kritisieren? Aber es zeigte sich in beiden Spielen, dass die Bears auch darauf angewiesen sind, dass vieles in ihre Richtung läuft. Sobald ein Spiel nicht nach Plan läuft, geraten die Bears ins Wanken. Der erlaubte Fehlerbereich ist gering – Insbesondere mit einem Quarterback wie Caleb Williams. Das bestes Beispiel ist hier natürlich die spielentscheidende Interception gegen die Packers. Caleb Williams hätte hier ein First Down erzielen können. Es gab mehrere valide Optionen. Am Ende entschied er sich für die riskanteste Option – und besiegelte damit die Partie.
Key Matchups
Die Packers sind Favorit in diesem Spiel. Diesem Status sollte man auch gerecht wenn, man sich Selbstbewusstsein für die Playoffs holen will. Dafür müssen einige Dinge in die richtige Richtung laufen:
Packers Quarterback Jordan Love vs. Bears Defensive Backs
Turnover gilt es unbedingt zu vermeiden. Love warf bereits im Hinspiel eine Interception, insgesamt drei in den letzten beiden Spielen. Das ist nicht zwangsläufig besorgniserregend, aber das kann problematisch werden, zumal nach dem Parsons Ausfall noch mehr Verantwortung auf seinen Schultern lastet. Er ist nun wieder der alleinige im Spotlight und das möglicherweise ohne Tom, Watson und Reed.
Packers Defensive Line vs. Bears Offensive Line
Es wirkt aktuell nur schwer möglich das Run Game der Bears zu stoppen. Dennoch muss es gelingen, ihnen die konstante Baseline zu nehmen. Micah Parsons wird der Defensive Line der Packers enorm fehlen – er war deutlich produktiver als alle anderen. Nach dem Ausfall von Devonte Wyatt wird die Qualität in der Tiefe dünn. Umso wichtiger ist es, dass Spieler wie Lukas Van Ness, der aus seiner Verletzung zurückgekehrt ist, nun endlich Impact zeigen.
Tipp: 34:31 Packers
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