Montägliche Jones-Festspiele

Spiel zwei der Saison, Monday night at Lambeau Field und dies gegen einen der ewigen Rivalen aus Detroit – Footballherz, was willst du mehr? Zum 185. Mal traten die Packers gegen die Lions an und es wurde der 108. Sieg für Green Bay. Und der Mann des Abends war dabei schnell gefunden: Aaron Jones überragte beim 35:17 (14:17)-Heimerfolg mit vier Touchdowns.

1st Quarter

Der Reihe nach: die Lions eröffneten den Reigen in der Partie und die Packers machten es ihnen leicht. Zu leicht muss man sagen. Die Line brachte keinen Druck und vor allem Kevin King stand neben sich. So konnte Quintez Cephus nicht nur einen langen Ball fangen, sondern vollendete den Spielzug zur Lions-Führung. Der erste Drive der Packers folgte und hier setzte Aaron Jones die erste Duftmarke. 30 erlaufene Yards, gekrönt von einem kurzen Pass von Rodgers auf „Showytime“ und schon stand der Ausgleich auf der Anzeigetafel.

2nd Quarter

Dann war erst weniger Dramatik angesagt. Die Lions brachten sich mit Strafen um die nächste Posession und die Packers waren in ihrem zweiten Drive noch sehr rusty. Allen voran Rodgers, der beim finalen Sack den Ball viel zu lange hielt. Auch den dritten Drive der Lions hätten die Packers wohl gestoppt, doch ein Facemask von De’Vondre Campbell brachte 15 Yards Strafe. Jared Goff und Co. sagten artig danke. Am Ende war es TJ Hockenson, der die Löwen wieder in Führung brachte. Die Packers konnten aber antworten. Erst ein toller Return von Kylin Hill, dann eine gute Mischung aus kurzen Pässen und Läufen. Am Ende veredelte Jones den kurzen Pass von Rodgers zum Ausgleich. Detroit ging dennoch mit einer Führung in die Pause – kurz vor Ablauf der Uhr verwandelte Austin Seibert sein Field Goal aus 43 Yards zum 17:14-Halbzeitstand aus Sicht der Gäste.

3rd Quarter

Das dritte Viertel begann dann ganz nach dem Geschmack der Fans in Green and Gold. Ein schneller Drive (4:34 Minuten), garniert mit einem langen „Rainbow“ von Rodgers auf Adams und einem Maßgenauen Pass auf Robert Tonyan sorgten für die Führung. 21:17 für die Packers. Nun war der Druck etwas mehr auf den Lions – und etwas mehr Druck machte auch die Packers-Defense. So kam Goff als Playmaker der Lions in Probleme und Green Bay schnell wieder in Ballbesitz. Dort machte es sich Green and Gold aber schwerer als nötig, am Ende war aber auf Aaron Jones verlass. Er nahm den kurzen Pass von Rodgers zum 28:17 mit in die Endzone. Wenn dann der Gegner noch Geschenke verteilt, wie Jared Goff beim folgenden Fumble, dann weiß man, dass das Pendel endgültig in Richtung Green Bay ausschlägt.

4th Quarter

Vor allem, wenn man in perfekter Feldposition auf das Feld kommt. Die 20 Yards überbrückten die Packers (unter gütiger Mithilfe der Lions-Defense) in fünf Plays. Erneut war es Jones, der den Ball über die Linie tragen durfte. Der Rest der Partie ist dann schnell erzählt: die Lions konnten nicht mehr und die Packers taten nur noch das Nötigste. Am Ende stand der letztlich deutliche 35:17-Heimerfolg. Ach ja: zu erwähnen bleibt noch die vierte Karriere-Interception von De’Vondre Campbell kurz vor Schluss.

Fazit:

Woche zwei, Sieg eins – darunter muss man die Partie wohl abhaken. Die Packers zeigen sich enorm verbessert  und gewinnen letztlich verdient. Vor allem die O-Line und Aaron Jones (im Kombi mit Dillon und Hill) machen absolut Mut. Das Kurzpassspiel funktioniert auch, ein Offensivfeuerwerk ist es noch nicht. Defensiv ist hervorzuheben, dass ein Backfield mit Alexander, Stokes, Amos und Savage zu funktionieren scheint. Vom Rest der Defensive kann man das aktuell nicht behaupten. Letztlich muss man die Partie so nehmen wie sie war: es ist der wichtige erste Sieg gegen einen Gegner, den man einfach schlagen muss.

Spieler des Spiels

Wenn du vier Touchdowns fängst und erläufst, dann führt beim Player of the Game kein Weg an dir vorbei. Aber auch sonst passte die Leistung von Aaron Jones. 115 Total Yards, 3,9 pro Lauf, sechs von sechs Pässen gefangen. Viel mehr kannst du nicht verlangen. Und die Fantasy Owner wird es freuen.

https://www.youtube.com/watch?v=IVAC_bIbv2E

Ebenfalls positiv
– Eric Stokes: der Corner kam zur Pause für den völlig indisponierten Kevin King. Ein Tackle und zwei Pass Deflections später, weiß man, dass der Rookie kein Schlechter ist.

– O-Line: die neuformierte O-Line hat einen guten Job gemacht. Vor allem Jon Runyan auf LG fiel positiv auf auch Josh Myers zeigt sich als Rookie weiter unbeeindruckt. Mag sein, dass die Line noch nicht die Qualität wie im letzten Jahr hat, aber das sieht doch unglaublich gut aus.

Flop des Spiels

Kevin King stand vor der Saison bei vielen Fans auf der Abschussliste und bekam dennoch die zweite Chance. Nach zwei Spielen muss man fragen: Warum eigentlich? Völlig indisponiert stand er in der ersten Hälfte auf dem Feld und hat den ersten Touchdown der Lions fast im Alleingang verursacht. Mit dem Wechsel auf Stokes hat man gesehen, wie viel sicherer die Defensive stand.

Ebenfalls negativ
– D-Line und Pass-Rush: ja, das wird wohl eine neverending Story in diesem Jahr. Die Line hält den Lauf kaum auf und der Pass-Rush ist in Abwesenheit von „Z“ nicht vorhanden.

– Dumme Strafen: das könnte man wahrscheinlich jede Woche schreiben, aber diesmal waren die Strafen wirklich – wie soll man das sagen? Dämlich? Campbells Facemask war maximal unnötig und von Strafen bei den Special Teams will man gar nicht reden. Nur gut, dass die Lions noch mehr Penalties kassierten.

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