Another Loss – Trouble in Wisconsin

Die nächste große Enttäuschung im Lager der Packers. Aber fangen wir einmal chronologisch an. Neben den erwartbaren Ausfällen von Wide Receiver Randall Cobb und Guard / Center Jake Hanson, fiel weiterhin auch Wide Receiver Christian Watson verletzt aus. Überraschender Weise wurde am Samstag ebenfalls Left Tackle David Bakhtiari auf den Injury Report gesetzt und als fraglich für das Spiel deklariert. Letztendlich lief es tatsächlich darauf hinaus, dass Bakhtiari das Spiel verletzungsbedingt verpasste.

Aber es gab auch noch positives zu vermelden. Ebenfalls am Samstag wurde Wide Receiver Sammy Watkins von der Injured Reserved Liste aktiviert und konnte somit am Spiel teilnehmen. Außerdem wurde Outside Linebacker LaDarius Hamilton aus dem Practice Squad geholt.

Bei den Commanders sah das Ganze aber auch nicht viel besser aus. Im Vorfeld wurden Wide Receiver Dyami Brown, Cornerback William Jackson III, Tight End Logan Thomas und Quarterback Carson Wentz als OUT gelistet. Zusätzlich dazu konnte auch Rookie Wide Receiver Jahan Dotson verletzungsbedingt nicht am Spiel teilnehmen.

Letztendlich standen für das Spiel gegen die Commanders zusätzlich zu den oben genannten, folgende Spieler nicht zur Verfügung.

Für die Packers:

Inactives der Packers

Für die Commanders:

Inactives der Commanders

Alles weitere Relevante und alle Eventualitäten die Backup Quarterback Taylor Heinicke mit sich bringt hatte Tobias in seiner Preview zusammengefasst.

1. Viertel

Preston Smith durfte gegen sein früheres Team den Coin Toss ausführen. Er verlor und die Packers Offense begann zuerst.

Die ersten Laufspielzüge über die rechte Seite und kurzen Pässe auf Runningback Aaron Jones funktionierten und brachten die Packers ein direktes 1st Down. Ein einfacher Drop von Wide Receiver Allen Lazard kostete den Packers im nächsten Set of Downs aber den Drive und Punter Pat O’Donnell musste sein Können das erste Mal an diesem Abend zeigen und puntete den Ball an die 3 Yard Linie der Commanders.

Die Commanders Offense kam nicht über ein 3 & Out hinaus. Erwähnenswert beim ersten Packers Defensive Drive ist, dass Cornerback Jaire Alexander, wie von vielen gewünscht mit Commanders’ Receiver Terry McLaurin travelte und ausschließlich ihn decken konnte / durfte.

Quarterback Aaron Rodgers startete den nächsten Packers Drive in der Commanders’ Hälfte. Nach schnellen Pässen in Mid-Range über seinen Tight End Robert Tonyan (Happy National Tight End Day) und Wide Receiver Allen Lazard, der wieder Vertrauen gewinnen konnte, standen die Packers bei 1st & Goal. Ein sehr cleveres Play von Head Coach Matt LaFleur ließ Runningback Aaron Jones erst als Blocker fungieren, ehe er doch auf die Route ging, den Ball fangen konnte und für 4 Yards in die Endzone zum 7:0 laufen konnte.

Erneut galt es anschließend die gesamte Packers Defense zu loben. Denn die Defense, sowohl Lauf- als auch Passverteidigung, konnte die Commanders wieder zu einem schnellen 3 & Out zwingen. Den anschließenden Punt konnte Returner Amari Rodgers aber nicht festhalten, sodass die Commanders an der Packers 17 Yard Linie erneut den Ball bekamen. Nach einem neuen 1st Down erreichte die Packers Defense aber einen sehr wichtigen Goal Line Stand. Die Commanders kamen nur zu 3 Punkten durch ein Field Goal von Kicker Joey Slye.

Eine Holding Strafe gegen “Neu” Right Tackle Yosh Nijman beendete den nächsten Packers Drive in einem 3 & Out. Damit war auch das erste Viertel mit 7:3 für die Packers zu Ende.

2. Viertel

Perfekter Start für die Packers Defense zu Beginn den zweiten Abschnitts! Nach einem schnellen Pass auf Wide Receiver Curtis Samuel und einem neuen 1st Down, passte Inside Linebacker De’Vondre Campbell sehr gut auf, unterlief den nächsten Pass von Quarterback Taylor Heinicke auf Runningback JD McKissic, fing den Ball ab und lief zum Pick Six für die Packers Defense. Der anschließende PAT von Kicker Mason Crosby zum 14:3 wurde ebenfalls verwandelt.

Pick 6 von Inside Lineback DeVondre Campbell

Die Commanders Offense kam nun etwas besser ins Spiel. Kurze Pässe von Heinicke auf Runningback Antonio Gibson und öffnende Bälle auf Wide Receiver Curtis Samuel und Terry McLaurin bewegten die Ketten regelmäßig. In Kombination mit einem, dieses Mal erfolgreichen, In- und Outside Laufspiel, indem Packers Outside Linebacker Rashan Gary schwach aussah, kamen die Commanders schnell in die Packers Redzone. Hier fumbelte Commanders Runningback Brian Robinson klar den Ball. Head Coach Matt LaFleur challenged dieses Play.

Nach meiner Meinung war in der Review deutlich zu sehen, dass der Ball zu jeder Zeit in Bewegung war. Also, dass Robinson nie die volle Kontrolle erhalten hat. Demnach hätte dies ein Turnover sein müssen. Die Referees ließen das Play stehen und Commanders Quarterback Taylor Heinicke fand in der Endzone seinen Runningback Antonio Gibson zum ersten Commanders Touchdown zum 14:10.

Nach einem erneuten 3 & Out, das wiederum durch eine Holding Strafe gegen die Packers Offense provoziert wurde, starteten die Commanders erneut in guter Feldposition. Packers Pass Rusher Rashan Gary forcierte einen klaren Fumble gegenüber Commanders Quarterback Heinicke, den Cornerback Rasul Douglas für 6 Punkte in die Endzone trug. Allerdings wurde dies aufgrund einer Flagge gegen Cornerback Eric Stokes für “Illegal Contact” zurückgenommen.

Diese Flagge ist zu diesem Zeitpunkt aus meiner Sicht die zweite offensichtlich falsche Entscheidung der Schiedsrichter gegen die Packers. Die erste hätte den Packers den Ball gebracht (Robinson Fumble) diese hätte den Packers einen weiteren Defensive Touchdown gebracht. Zum einen hatte Commanders Wide Receiver Curtis Samuel genau so viel, wenn nicht sogar mehr Kontakt zu Eric Stokes, als er zu ihm. Zum anderen war Quarterback Taylor Heinicke nicht mehr in der Pocket, sodass diese Flagge nicht geworfen hätte dürfen. (Diese Aussage stellt die Meinung des Verfassers und nicht die Meinung des Packers Germany e.V. oder seiner Mitglieder dar.)

Der Drive der Commanders endete dennoch ohne Punklte. Kicker Joey Slye kickte den Field Goal Versuch aus 47 Yards gegen den rechten Upright.

Bis auf zwei weitere Punts passierte in der ersten Halbzeit nichts mehr. 14:10 für die Packers zur Pause

3. Viertel

Man sollte meinen die zweite Hälfte begann so, wie die letzten 2-3 zweiten Hälften in den letzten Spielen auch… Nach 3 Runs mit einem neuen 1st Down packte Commanders Quarterback Taylor Heinicke die tiefe Bombe für 37 Yards aus. Wide Receiver Terry McLaurin fing den tiefen Ball zum Commanders Touchdown und zur ihrer ersten Führung des Spiels 14:17 Commanders.

Nach einem weiteren kurzen Drive der Packers (5 Plays) nahmen die Commanders in ihrem 16 Play Drive ca. 9 Minuten von der Uhr. Die Packers Defense konnte die Commanders in der Redzone noch stoppen. Das 31 Yard Field Goal zum 14-20 für die Commanders zum Ende des dritten Viertels mussten sie aber hinnehmen.

4. Viertel

Die Offense um Quarterback Aaron Rodgers und auch Head Coach Matt LaFleur scheinen erneut keine Antwort zu haben. Nach einem 1st Down durch Runningback Aaron Jones standen die Packers im nächsten Set of Downs bei 4th & 1. Man möchte meinen ein Laufspiel oder ein QB Sneak hätten gereicht, aber nein. LaFleur ließ Rodgers den Ball werfen. Wide Receiver Romeo Doubs konnte den Ball auch kurz in seinen Händen halten. Sammy Watkins verpasste in diesem Spielzug seinen Block und so kam Commanders Cornerback Kendall Fuller direkt zum Tackle und inkomplettierte den Ball zum Turnover on Downs.

Die Commanders machten in der Offense weiter, wo sie im vorherigen Drive aufhörten. In 9 Plays über die Runningbacks Brian Robinson, Antonio Gibson und Wide Receiver Curtis Samuel nahmen die Commanders erneut gute 5 Minuten von der Uhr. Zusätzlich erlaubte sich Packers Cornerback Eric Stokes noch eine Strafe für Unsportlichkeit und schenkte den Gegnern aus Washington weitere 15 Yards. Ein Touchdown wollte Quarterback Taylor Heinicke aber nicht gelingen. Die Packers Defense stoppte den Drive an der eigenen 2 Yard Line. Das mehr oder minder obligatorische Field Goard aus 19 Yards war nur noch Formsache zum 14-23 für Washington.

Die Packers fanden im kommenden Drive endlich einen effektiven Weg den Ball zu bewegen, allerdings auch etwas behäbig und durch viel Unterstützung der Commanders. Beide 3rd Down Conversations wurden von den Commanders durch Illegal Use of the Hands Strafen “gerettet”. Mit einem an der Schulter verletzten Wide Receiver Allen Lazard musste und konnte Wide Receiver Amari Rodgers auf sich aufmerksam machen. Durch eine weitere und mehr als berechtigte Defensive Pass Interference Strafe gegen Commanders Cornerback Kendall Fuller klopfte die Offense um Quarterback Aaron Rodgers mal wieder an der Redzone an. Direkt im nächsten Play fand er seinen Runningback für 21 Yard in der Endzone zum 21-23 Touchdown.

Nun mussten die Commanders gestoppt werden. Bei einem 3rd Down & 9 fand Quarterback Taylor Heinicke seinen Wide Receiver Terry McLaurin zu einem neuen 1st Down. Packers Cornerback Jaire Alexanders wurde hier erneut von McLaurin geschlagen. Die Packers konnten die Commanders zwar noch einmal stoppen und bekamen mit 23 Sekunden noch einmal den Ball, der Drive brachte aber nichts mehr ein. Die Washington Commanders gewannen zuhause gegen die Green Bay Packers mit 23:21

Fazit

Mir fehlen die Worte. Es ist schlicht und ergreifend nicht zu erklären. Die Packers führten erneut mit 14:3, zugegeben hier dank einem Pick 6. Dennoch ließ man 20 unbeantwortete Punkte der Washington Commanders zu. Die Commanders hatten vor dem Spieltag eine Bottom 5 Offense. Ja Commanders’ Quaterback Taylor Heinicke hat solide gespielt, aber auch nicht mehr.
364 vs. 232 Scrimmage Yards für die Commanders sprechen eine eindeutige Sprache. 38 Rushing Yards für die Packers machen das Ganze noch eindeutiger.

Warum haperte das Laufspiel?

  • An der guten Commanders Front?
  • An einem schwachen Tag im Runplay von Jones und Dillon?
  • An der erneut wechselnden Offensive Line?
  • An einem möglicherweise schwachen Runblocking?

Schwer zu sagen und nicht final zu beantworte. Hier muss der gesamte Offense Coaching Staff aber eine Antwort in den nächsten Tagen finden.

Ein größeres Problem waren heute die Wide Receiver. Cobb und Watson waren von vorneherein schon nicht dabei. In der zweiten Hälfte fiel zum Großteil noch Lazard aus. Dann besteht das Corps nur noch aus Watkins, Rodgers, Doubs und Touré, die allesamt! (auch mit Lazard) noch ziemliche Drop-Probleme haben. Zusätzlich dazu muss auch noch die Disziplin erwähnt werden. 9 Strafen für 69 Yards sind einfach zu viele in so engen Spielen.

Neben den ganzen schwachen Dingen muss man aber auch ein paar positive Dinge erwähnen. Wide Receiver Samori Touré konnte sein NFL-Debut feiern. Touré konnte einen Catch für 4 Yards verbuchen, wurde ansonsten aber primär im Special Teams eingesetzt. Vielleicht kommt da in den kommenden Wochen ein bisschen mehr Spielzeit.

Alles in allem haben die Packers verdient verloren. Wären die Schiedsrichter-Fehler nicht gewesen… hätte Jaire Alexander gegen Terry McLaurin einen besseren Tag erwischt… hätten die Wide Receiver ihre Bälle festgehalten… Nach dem Auftritt geht die Niederlage aber in Ordnung. Die Offensive Line sah ohne David Bakhtiari relativ stabil und definitiv sicherer aus – die beiden Strafen gegen Yosh Nijman mal ausgenommen. Dies ist ein Punkt, an den man für die Zukunft ansetzen kann.
Nichtsdestotrotz muss Head Coach Matt LaFleur sich für die Offense mehrere Pläne B, C, D und E einfallen lassen. Möglicherweise sollte man mehr Tight End Sets spielen, wenn es mit den Receivern schon nicht funktioniert. Oder General Manager Brian Gutekunst tradet tatsächlich noch für einen Wide Receiver.

Nächste Woche Montag geht es gegen die Bills und sämtliche Kommentare dazu im Vorfeld erspare ich mit. Das Spiel findet aufgrund der Zeitumstellung bereits um 1:20 Uhr in der Nacht von Sonntag auf Montag statt.

Spieler des Spiels

Mein Offensive Spieler des Spiels: RB Aaron Jones. 8 Carries für 23 Yards, 9 Receptions für 53 Yards und 2 Touchdowns
Mein Defensive Spieler des Spiels: ILB De’Vondre Campbell. 12 – 7 Tackles – Solo, 3 Tackles for Loss, 1 Pass Break Up, 1 QB Hit, 1 Interception, 1 Touchdown

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Diese Wahl der Spieler der Units stellt die Meinung des Verfassers und nicht die Meinung des Packers Germany e.V. oder seiner Mitglieder dar.

Im Laufe der Woche gibt es von Kalle und Tobias unser Upside Down mit den ersten Takeaways vom Spiel und von Jo sein Green 18. Wie gewohnt gibt es am Donnerstag Reguläre Podcast-Folge mit einer womöglich größeren verbalen Review auf dieses Spiel und am Freitag das Enemy Territory mit einem Gast der Bills.

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