Preview Week 11: Packers at Vikings

Die Euphorie im Packers-Country ist wieder da. Nach dem klaren Heimsieg gegen die Seahawks stehen zwar immer noch einige Fragezeichen, doch das 17:0 hat den Optimismus zurückgeholt. Nun geht es zum „Derby“. Das ewig junge Duell bei den Minnesota Vikings  steht an. Und eins ist sicher: in der Turnhalle im hohen Norden ist der Record völlig zweitrangig.

Packers vs. Vikings History

121mal duellierten sich beide Teams bisher. Die erste Begegnung stieg am 22. Oktober 1961 und die Packers siegten mit 33:7. Seit diesem Tag treffen sich beide Mannschaften zweimal im Jahr. 2004 und 2012 gab es sogar drei direkte Duelle, da man jeweils im Wild Card Game aufeinander traf. Die Bilanz hier ist 1:1. Die Bilanz spricht mit 63 zu 55 Siegen bei drei Unentschieden für die Packers. Im vergangenen Jahr gab es je einen Sieg und eine Niederlage. In Minnesota gewannen die Packers einen Shootout (43:34), in Lambeau holten sich die Vikings dank Dalvin Cook den Sieg (28:22).

Bisherige Vikings-Saison

Vier Siege von Minnesota stehen derer fünf Niederlagen gegenüber. Zum Auftakt gab es zwei knappe Niederlagen gegen Cincinnati  (24:27) und Arizona (33:34). Dazu verlor man in Woche vier (CLE/7:14), acht (DAL/16:20) und neun (BAL/31:34OT). Die ersten drei Siege feierte man gegen schlechter platzierte Teams – und das knapp gegen Detroit (19:17) und Carolina (34:28OT). Lediglich gegen die Seahawks gab es ein 30:17. Aufhorchen ließen die Mannen von Mike Zimmer am letzten Sonntag mit einem 27:20 bei den LA Chargers.

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Players to watch Vikings Offense

Nominell haben die Wikinger einen Top-10 Offense, zumindest wenn man das nach den nackten Zahlen geht. Es werden die wenigsten Turnover der Liga produziert, dazu liegt man in Sachen Total Yards und bei Yards pro Lauf in den Top 10 bzw. knapp dahinter. Angeführt wird die Offensive natürlich von Kirk Cousins. Der Running Gag „Warum bekommt er so viel Geld“ ist ja immer wieder zu hören, aber in diesem Fall eher deplatziert. Denn Cousins spielt die wohl beste Saison seit Jahren, macht wenig Fehler und führt diese Offensive. Es ist seine beste Saison seit mindestens drei Jahren.

Er profitiert natürlich von den zahlreichen Waffen. Mit Adam Thielen und Justin Jefferson hat man eines der mutmaßlich besten Receiver-Duos der Liga, garniert mit Dalvin Cook und Alexander Mattison als gefährliche Runningbacks – sowohl im Lauf- wie im Passspiel. Und als wäre dies nicht genug hat Tight End Tyler Conklin so etwas wie eine Breaktout-Season. Dazu ist der O-Line um Garrett Bradbury und Christian Darrisaw ungemein stabil und schafft Räume.

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Players to watch Vikings Defense

Die Problemzone von Minnesota liegt klar in der Defensive. Sowohl Lauf- wie auch Passverteidigung gehören zum unteren Drittel der Liga. Lediglich bei den zugelassenen Punkten und Touchdowns liegen sie im Mittelfeld. Erinnert irgendwie an die Packers der letzten beiden Jahre. Und das obwohl von den Namen her durchaus starkes Material zur Verfügung steht. Allen voran auf Linebacker mit Eric Kendricks und Nick Vigil sowie bei den Safeties mit Harrison Smith und Xavier Woods sind die Vikings stark besetzt. Als Cornerbacks sind eigentlich Bashaud Breeland und Patrick Peterson gesetzt, wobei letzterer noch auf IR ist.

Der große Schwachpunkt der Defensive ist die Line und der Rush. Zwar kommen die Vikings auf 29 Sacks, das Groß vereint aber der Blitz auf sich. Vor allem nach dem Ausfall von Danielle Hunter seit Woche sieben offenbaren sich doch einige Lücken. Und dass Minny fast vier Yards pro Lauf zulässt, muss ja seinen Grund haben.

Verletzungen Vikings

Wie bereits geschrieben macht sich der Ausfall von Danielle Hunter bemerkbar. Dieser wird auch nicht zurückkehren. Gleiches gilt für Michael Pierce, einen ebenfalls wichtigen Mann in der D-Line. Corner Peterson ist zwar als „designated to return“ gekennzeichnet – aber es ist noch nicht offiziell, ob er heute Abend spielt. Breeland und Linebacker Anthony Barr sowie Guard Wyatt Davis trainierten die Woche nur eingeschränkt. Sie sind für das Spiel fraglich und könnten ausfallen.

Ways to Win Packers

Der Weg zum Sieg führt über die Lines und über die Special Teams und vielleicht sogar über die Prevent Defense. Die Packers werden mit einem dezimierten Pass Rush kaum Druck auf Cousins ausüben können. Natürlich wäre der Blitz eine Alternative, aber das käme schon fast einem Paradigmenwechsel von Joe Barry gleich. Daher ist das Wichtigste, den Lauf zu verhindern und so Cousins in lange 3rd Downs zu zwingen. Das könnte dann ein Schlüssel sein, denn auch am vergangenen Sonntag (gegen eine nicht unbedingt bockstarke Chargers-Defense) hatte Cousins da seine Wackler.

Offensiv sehe ich hingegen kaum Fallen für die Packers. Vor allem, wenn Rodgers mehr Sicherheit hat als in der letzten Woche, könnte über den Pass etwas gehen. Aber auch das Laufspiel wird wichtig sein. Dass AJ Dillon die Lücken finden kann, hat er ja in der letzten Woche bewiesen.

Prediction

Eins kann man in dieser Saison sagen: Spiele der Packers wie auch der Vikings sind nichts für schwache Nerven. Von daher erwarte ich keinen klaren Ausgang, weder zur einen noch zur anderen Seite. Am Ende wird spannend zu sehen, wer seine Probleme eher kaschieren kann. Sind es die Vikings mit ihrer löchrigen Defense? Oder sind es die Packers mit ihren Ausfällen? Ich bin Optimist und denke, dass die Packers sowohl offensiv wie auch defensiv die richtigen Antworten auf die Vikings haben werden. Mike Zimmers Mannen wird die Flatter gehen – denn bei einer Niederlage gegen den Rivalen, ist der Playoff-Zug schon fast abgefahren.

Mein Tipp: 24-17 Packers

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