Die andere Seite der Medaille…

Rein sportlich endete die Saison der Packers in einem offensivem und speziellem Desaster. Aber es gibt auch etwas positives abzuleiten und Nein, damit meine Ich nicht die Leistung der Defense im Divisional Round Game, sondern jemanden der nicht auf dem Platz steht. Es geht um keinen geringeren als Brian Gutekunst.

Brian Gutekunst blieb im Draft seinem Motto, den besten verfügbaren Spieler zu draften ohne die Teamneeds aus den Augen zu verlieren, treu. Doch kurz davor platzte eine Bombe, vor allem für uns, die Fans, aber auch für das ganze NFL Universum. Mitten rein in die Vorfreude auf den Draft möchte Aaron Rodgers vermeintlich nicht mehr für die Packers spielen. Ein Thema was Brian Gutekunst schon kannte aber auch lösen musste. Er, Mark Murphy und Matt LaFleur haben wochenlang ihr bestes gegeben um Aaron Rodgers zu überzeugen zurückzukehren. Und es gelang. Mit Randall Cobb im Rucksack kehrte er zurück. Die Packers gingen ins Trainingscamp, wo ein Spieler auftauchte, der die Problematik auf Linebacker lösen sollte. DeVondre Campbell. Das am Ende der wohl beste Inside Linebacker der NFL Saison inkl. All Pro Auszeichnung dabei herauskommt, hat niemand erwartet.

In den ersten Spielen der Regular Season zeigte sich leider recht schnell, dass das Verletzungsglück des Vorjahres aufgebraucht war und mit Za’Daruis Smith und Jaire Alexander, zwei wichtige Säulen der Defense, für lange Zeit nicht mehr spielen können. Da zeigte sich wie wertvoll der Draft werden könnte. First Round CB Eric Stokes sollte Starter werden und die Rolle auch nicht mehr abgeben. Brian Gutekunst reagierte mit der Verpflichtung von Rasul Douglas aus dem Practice Squad der Arizona Cardinals. Wohl erst als Backup für Kevin King, der aber selbst wieder einmal mit kleinen Blessuren zu kämpfen hatte. Unerwartet wurde Douglas zu einem wichtigen Baustein der Defense, der nicht mehr wegzudenken war.

Um auch weiterhin das Niveau im Kader hochzuhalten verpflichteten die Packers Jaylon Smith von den Dallas Cowboys. Ein Move, der sich nicht auszahlen sollte und nach einigem Rumgehampel von Smith hinter der Line of Scrimmage, schnell wieder beendet wurde. Nach dem auch Preston Smith und Rashan Gary zwischenzeitlich verletzungsbedingt ein Spiel aussetzen mussten reagierte Gutekunst mit Whitney Mercilus von den Houston Texans. Er brachte ein neues Element und auch einen Impact in die Edge Rotation, aber auch er sollte noch verletzt ausfallen.

Erwähnenswert waren auch die Versuche die Brian Gutekunst während der Saison noch forcierte. Zum einen versuchten sie Stephon Gilmore von den New England Patriots zu holen, auf der anderen Seite Odell Beckham Jr von den Cleveland Browns. Bekanntlich entschied es sich in beiden Fällen anders. Festzuhalten bleibt am Ende, das Brian Gutekunst alles in seiner Macht stehende getan hat um den Trainerstab ein hohes Level an Spielern zu geben um dieses Jahr endlich den Thron der NFL zu besteigen. Mit Stokes, Newman und Myers im Draft drei Starter (wenn auch erzwungen durch Verletzungen) gefunden. Mit TJ Slayton jemanden der es werden könnte. Und Mit Campbell, Douglas und Mercilus drei Spieler, die das Team besser gemacht haben.

Am Ende hat es leider wieder nicht gereicht. Und egal warum man verloren hat, ob es jetzt Aaron Rodgers war, ob es die Offense war oder ob es die Special Teams waren. Eins weiß man mit Sicherheit. An einem lag es nicht: Brian Gutekunst

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.