Spielerprofil Jonathan Ford – DT – Pick 234, 2022

Mit dem zweiten der insgesamt vier 7.Rundenpicks wählten die Green Bay Packers an 234 Jonathan Ford, DT, von den Miami Hurricanes.

Packers draften Jonathan Ford mit 234. Pick des 2022 NFL Drafts

Jonathan Ford, der im September 24 Jahre alt wird und damit eher zu den älteren Spielern in dem Draft gehört, war bei den meisten Experten im Vorhinein als UDFA eingestuft worden. So hat PFF ihn nicht in ihren Top250 Prospects und Dane Brugler von theAthletic hat ihn als seinen 25th Interior Defensive Line Spieler mit einem „Priority Free Agent“ Grade. An seinem Pro Day hat er sich wie folgt beschrieben: “Teams just love my size, teams love the way I move. One thing I like about myself is also my movement and everything, just me being agile as a big guy.”

Jonathan Ford beim Combine

College

Jonathan Ford wuchs unweit von Miami in Fort Lauderdale (Florida) auf und ging auf die Dillard High School. Dort konnte er auf sich aufmerksam machen und wurde letztlich als 52.bestes Talent in Florida und als 3-Star-Prospect bewertet. So bekam er namhafte Angebote unter anderem von Ohio State, Michigan, Auburn und USC. Er wollte aber in der Heimat bleiben und entschied sich für die Hurricanes. Dort blieb er dann 5 Jahre, bis er sich dann letztlich zum Draft anmeldete.

In diesen 5 Jahren, 3 Jahre als Starter, absolvierte er 50 Spiele. Sein bestes Jahr hatte er 2019, wo er auf 4 Sacks und 11 Hurries in 13 Spielen kam. 2021 konnte er nicht mehr an die Leistungen aus den Vorjahren anknüpfen und konnte lediglich 5 Hurries erzeugen. Das spiegelt sich auch in seinem PFF Grade von 59,8 wider. Insgesamt kommt er in seiner College Zeit auf 60 Tackles, 8 Tackles for Loss, 4 Sacks, 1 Forced Fumble und einem abgewehrten Pass. In seinem Spielstil sind aber BigPlays ohnehin eher seltener, dafür kann er konstanter Druck auf die O-Line ausüben.

Stärken

Was bei seinen Stärken direkt auffällt, ist die enorme Größe und das enorme Gewicht. Beim Combine wurde als 2.größter (1,96m) und 2.schwerster (151kg) Defense Linemen gemessen. Darüber hinaus bringt er viel Power mit, auch wenn seine 24 Wiederholungen im Bench Press eher enttäuschend aussehen. Dazu ist er ein sehr verlässlicher Tackler. PFF hat ihn mit einem Tackling Grade von 78,9 bewertet. Lance Zierlein (NFL.com) beschreibt ihn als Spieler mit einem starken Körper und sehr guter Explosivität beim Snap. Dazu ist ihm die Power besonders aufgefallen. Für DaneBruggler (theAthletic) sticht besonders die gute Fußarbeit und die Größe hervor. Das hilft ihm um einen guten Anker gegen den Run zu setzen und oft seine Position zu halten. Dazu kann er mit seiner Physis und seiner Handarbeit auch häufig 2 Gaps schließen, was ebenfalls gegen den Run sehr wertvoll sein kann.

Schwächen

Die sicherlich größte Schwäche ist ebenso klar ersichtlich. Im Gegensatz zu den meisten Draftpicks von Brian Gutekunst bringt Jonathan Ford keine gute Athletik mit. Sein Relative Athletic Score (kurz RAS) ist mit 3,53 sehr niedrig. Vor allem im 40-Yard-Dash (5.49) und in den Beweglichkeitstest hat er besonders schwach getestet. Die fehlende Beweglichkeit macht sich auch bemerkbar. Zum Beispiel wirkt die Bewegung nach dem Snap nicht flüssig, sodass er manchmal zu spät in eine optimale Position kommt.

RAS Jonathan Ford

Als weitere Schwächen lassen sich Probleme beim Lesen der Plays feststellen. Dazu hat, ähnlich wie Wyatt, eher kurze Arme und kleine Hände, was nicht ideal ist, um sich gegen Gegenspieler zu behaupten. Und nicht zuletzt sorgt die Größe auch für Balance-Probleme und einer zu aufrechtrechten Körperhaltung, was zu einer schlechteren Kraftübertragung führt.

Was kann man erwarten?

Im College hat er meist das B-Gap übernommen (Lücke zwischen Center und Guard). Wegen seiner Größe und der geringen Mobilität könnte er in NFL, aber als klarer Nose Tackle eingesetzt werden.

Man darf von Jonathan Ford keineswegs erwarten, dass er direkt starten wird. Aber mit seinen Stärken als Run-Stopper kann er in bestimmten Situationen als Rotationsspieler schon auf dem Feld stehen. Ebenso könnte er im Special Team noch eine Rolle spielen. Im College hat er dort zwar nicht besonders viel Erfahrung gesammelt, aber mehr als viel andere auf der Position. Man darf sich aber bei einem 7th Rounder auch nichts vormachen: Der erste Schritt ist erstmal das Team, oder zumindest den Practice Squad Kader, zu schaffen. Letztlich kämpft er mit Dean Lowry (den man günstig cutten könnte), TJ Slaton und Jarran Reed um die Plätze im Kader (Ein Platz ist durch den Abgang von Tyler Lancaster ja frei geworden).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.