Review Week 12: Ein Vier-Gänge-Widder-Menü

Es wurde gekocht in der Lambeau Field-Kitchen. Und es war unglaublich schmackhaft, denn die Packers siegten im Spitzenspiel der NFC mit 36:28 (20:17) gegen die Rams. Das Vier-Gänge-Widder-Menü wurde kredenzt von vielen guten Köchen, mit durchaus interessanten Zwischengängen.

1. Gang

Der erste Gang ließ etwas auf sich warten, war hinten heraus aber vorzüglich. Im Speedkochen zur Eröffnung fanden sowohl Matthew Stafford wie auch Aaron Rodgers zunächst nicht den richtigen Drive, um das Menü zu eröffnen. Mit einer gehörigen Prise Sack mit Fumble-Salz fanden dann Rashan Gary und Preston Smith genau die richtige Würze im ersten Viertel.  Der Rest wurde dann vorzüglich angerichtet von Rodgers, der selbst den Touchdown servierte. Dieses Carpaccio vom Widderlamm war ein vorzügliches Horsd’oeuvre.

2. Gang

Bevor es an den zweiten Gang ging, wurde ein kurzer Snack gereicht. Ein Tackle For Loss von Adrian Amos mit anschließendem, verwandelten Field Goal von Mason Crosby sorgte für ein 10:0 der Packers. Den Rams gelang es, mit einer 79-Yard-Bombe den zweiten Gang kurzfristig zu versalzen. Doch nach zwei weiteren Snacks mit Käse (Field Goal Crosby) und Wurst (Field Goal Gay) zum zwischenzeitlichen 13:10, war der zweite Gang dann servierbereit. Vorbereitet von Sous-Chef Davante Adams (catch für 47) war diesmal Randall Cobb der servierte. Sein Touchdown war die perfekte Suppe aus Widderinnereien.

Allerdings spuckten die Rams noch mal kurz in die Reste des Suppentopfs. Darrell Henderson fing einen Pass von seinem Koch und so ging es mit einem 20:17 aus Packers-Sicht in die Pause dieses Menüs.

3. und 4. Gang

Der dritte Gang war dann einer, der im Guide Michelin locker drei Sterne einfahren würde. Chefkoch Matt LaFleur und sein Partner Aaron Rodgers kredenzten einen Hauptgang, an dem jeder beteiligt war. Unter anderem Marquez Valdes-Scantling und Adams lieferten die Beilagen zum feinsten Filet des Abends. Dies wurde serviert von AJ Dillon mit einem schönen Catch.

Bevor es an das Dessert gehen sollte, gab es erstmal einen schönen Wein. Mason Crosby servierte diesen zu einer beruhigenden Führung von 30:17. Die Partystimmung war vorhanden und wurde dann vom Dessert gekrönt. Rasual Douglas fing ein Ei von Stafford ab, machte daraus perfektes Mousse au Chocolate mit ganz viel Sahne oben drauf! Dies sorgte  für Verzückung bei den Besuchern im Lambeau Field.

(Kein) Nachschlag

Das Publikum war gesättigt, doch die Rams brutzelten noch etwas vor sich hin. Erst war es Odell Beckham, der den Packers noch ein Ei legte. Dann traf noch Gay per Field Goal und sorgte für einen kurzen Moment der Spannung. Doch Versalzen konnten die Rams nichts mehr und die Packers durften nach dem perfekten Menü ins wohlverdiente Sättigungskoma fallen.

Restaurantkritik

Mit dem 36:28 haben die Packers ein perfektes Menü geliefert. Natürlich hatte auch dies ein paar Schönheitsfehler, aber insgesamt haben Matt LaFleur und seine Küchentruppe abgeliefert. Schön, dass sich dabei der Eine oder Andere auch selbst belohnte. Es war eine mehr als runde Sache und auch wenn die Rams am Ende alles versuchten, um die Suppe noch zu versalzen. Wirklich in Gefahr war die tolle Vorstellung der Packers aber selten.

Koch des Tages

Es ist wirklich schwierig, einen hervorzuheben. Am Ende entscheide ich mich für Rasul Douglas. Der nominelle Cornerback Nummer vier stand zwar beim Touchdown von OBJ nicht gut. Doch ansonsten lieferte er eine vorzügliche Leistung (fünf Tackles, vier (!) PDs) ab. Gekrönt wurde dies natürlich mit der Sahne, dem Pick-6.

Ebenfalls stark war mal wieder Davante Adams (acht Catches für 104 Yards), die defensiven Special Teams (allen voran Henry Black und EQ St. Brown) sowie Kenny Clark. Aber auch die O-Line muss man loben. Der Pass Rush der Rams lief regelmäßig ins Leere und Rodgers bekam viel Zeit.

Nicht so gut

Bei den Packers will ich nicht zu sehr auf das Negative achten. Da findet man sicher etwas, aber nichts was die starke Teamleistung beschneidet. Nein, wir müssen über die Referees reden und das Nichtahnden von Unsportlichkeiten. Denn die Rams neigten zu diesen im letzten Viertel, in Person von Aaron Donald und Christian Rozeboom. Donald greift Lucas Patrick am Schlafittchen, der Umpire steht daneben und nichts passiert. Beim Onsidekick fliegt Rozeboom auf Darnell Savage zu. Die Chancen an den Ball zu kommen war gleich Null, das Risiko (und möglicherweise der Wille?) einen Gegenspieler schwer zu verletzen bei 100%. Wenn man sieht, welche Lächerlichkeiten jede Woche bestraft werden, ist es mir unbegreiflich, warum beides ungestraft bleibt.

2 Gedanken zu “Review Week 12: Ein Vier-Gänge-Widder-Menü

  1. Hallo,

    ich bin sehr begeistert wie ihr die Spiele analysiert. Da fühle ich mich in manchem bestätigt wie ich die Spiele gesehen habe.

    Danke und macht weiter so!

    Gruß

    Rosi

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