Review Week 16 – Erste Halbzeit Hui, zweite Halbzeit Pfui

Weihnachten, Zeit für Besinnlichkeit, Zeit für die Familie und Zeit für Football! Die Packers empfingen die Cleveland Browns zum Christmas-Game. Für die Packers geht’s es weiter um den First Seed in der NFC und für die Browns geht es einer engen AFC um das Erreichen der Wildcard-Round. Wichtiges Spiel für beide Seiten. Die Browns hatten erst kurz vor dem Spiel einige wichtige Spieler aus dem Corona-Protokoll zurückerhalten. Baker Mayfield reiste verspätet im Privatjet nach Green Bay.

1st Quarter – History: Rodgers überholt Favre

Die Browns starteten mit ihrer Offense und konnten direkt einen ordentlichen Drive aufs Feld bringen. Im Fokus dabei Runningback Nick Chubb, der insgesamt ein sehr starkes Spiel machte. Chubb war früh im Fokus und ebnete den Weg zur frühen Führung für die Browns. Eine Strafe gegen Savage bei einem Run, brachte die Browns schnell in die Hälfte der Packers. Chubb hatte am Ende aus einem Yard kein Problem den Ball über die Goalline zu bringen. Der Extra Punkt passte jedoch nicht.

Und die Packers Offense startet wie so häufig in dieser Saison – mit einem Punt. Nach sieben Plays war Schluss für die Offense und die Packers mussten den Ball wieder abgeben. Die Browns sollten den Ball jedoch nicht lange haben. Genauer gesagt nur einen einzigen Snap. Aus der eigenen Endzone warf Baker Mayfield den Ball in Double Coverage Downfield und Darnell Savage sagte Danke. Interception!

Die Offense konnte den Turnover und das kurze Feld anschließend ausnutzen. Es wurde Geschichte geschrieben: Aaron Rodgers auf Allen Lazard, der den Drive mit einem 13 Yard Play in die Endzone brachte und Aaron Rodgers überholte damit an Brett Favre in Sachen Touchdown Pässen. Die Packers zeigten ein Video von Favre auf der Leinwand im Stadion, wie er Rodgers gratulierte.

Der nächste Drive der Browns ging wieder tief in die Hälfte der Packers. In der Redzone war die Defense jedoch zur Stelle und Mayfield warf seine zweite Interception. Chandon Sullivan durfte einen Pass abfangen, der über das anvisierte Ziel flog. Das erste Quarter endete nach dem Turnover mit einem spektakulärem One Hand Catch von Allen Lazard!

2nd Quarter – Blitz gegen Rodgers?

Und auch diesen zweiten Turnover der Defense konnte die Offense verwerten. Mit Laufspiel und Kurzpassspiel arbeitet sich die Packers Offense in die Redzone. Von der 9 Yard Line bei Third Down landete der Ball dann in der Endzone der Browns. Die Browns sendeten einen All Out Blitz und Adams hatte aus dem Slot keine Probleme seinen Verteidiger zu schlagen.

Die Browns waren im anschließenden Drive also wieder gefordert. Ein Big Play über Jarvis Landry und ein Play über Higgins brachte die Browns schnell wieder an die 1-Yard Line der Packers. Mit dieser OLine und einem Nick Chubb dahinter kein Problem den Ball in die Endzone zu bekommen. Die Browns versuchten anschließend das Spiel mit einer Two Point Conversion auszugleichen. Dies misslang aber. Eric Stokes war zur Stelle und konnte den Pass von Mayfield verteidigen.

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Die Browns Defense schickte die Packers anschließend mit einem Three and Out jedoch schnell wieder vom Feld. Doch auch der anschließende Drive der Browns dauerte lediglich vier Plays. Einen Pass auf Landry fing Rasul Douglas ab. Seine fünfte Interception in dieser Saison! Und die Packers wussten auch diesen Turnover zu nutzen. Adams war in diesem Drive Dreh- und Angelpunkt. 41 Yards und vier Catches brachten die Packers an die 1-Yard Line der Browns. Adams war es auch der den Touchdown fing. Mit einer 21-12 Führung ging es in die Halbzeit.

3rd Quarter – eine Halbzeit zum Vergessen

Nachdem gewonnen Coin Toss zu Beginn des Spiel starteten die Packers in die zweite Halbzeit mit dem Football. Nach einer Strafe gegen die Special Teams (was sonst?), startete die Offense an der eigenen 10-Yard Line. Gleich mit dem ersten Play egalisierte Aaron Jones jedoch die Strafe mit einem 27 Yard Run. Für Diskussion sorgte dann ein incomplete Pass auf Juwann Winfree, den Matt LaFleur challengente. Riskant, denn bereits in der ersten Halbzeit hatte er eine Challenge verloren. Auch diese verlor er. Die Packers damit schon zu Beginn der zweiten Halbzeit ohne weitere Challenge Option.

Der Drive endete dann in der Redzone der Browns. Mason Crosby verwandelte das Field Goal jedoch sicher und die Packers stellten auf 24-12. Es sollten die letzten Punkte der Packers im gesamten Spiel sein! Die Browns Offense antwortete anschließend ebenfalls mit einem Field Goal. Alleine in diesem Drive ließ die Packers Defense Runs von zweimal 8 Yards, 13 Yards und 15 Yards zu. Erst in der Redzone beendete Rashan Gary mit einem Sack den Drive der Browns.

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Anschließend folgte für die Packers Offense ein Three and Out. Bei First Down verlor die Offense ganze 10 Yards, mit einem missglücktem End Around über EQ. Er wurde im Backfield zu Boden gebracht und die beiden folgenden Downs reichten nicht mehr aus, um ein neues First Down zu erzielen.

4th Quarter – Unnötige Spannung

Die Browns starteten mit dem Ball ins vierte Quarter und Mayfield bewegte den Ball in diesem Drive hauptsächlich durch die Luft. Ein False Start bereits weit in der Hälfte der Packers ließ den Drive aber zum Erliegen kommen. Bei Second Down war zunächst Preston Smith mit einem Sack zur Stelle, ehe bei Third Down Dean Lowry Mayfield zu Boden brachte und die Browns damit aus der Field Goal Range beförderte. Die Browns wollte zunächst diesen vierten Versuch bei noch 22 Yards zu gehen ausspielen, kassierten aber einen False Start und punteten anschließend.

Vermutlich die richtige Entscheidung, denn der Drive der Packers endete wieder nach nur drei Spielzügen. Die Browns wiederum schafften es in nur knapp 2 Minuten 76 Yards zu überbrücken und Schwartz fing den Pass von Mayfield in der Endzone. Mit noch knapp vier Minuten auf der Uhr bei nur noch zwei Punkten Vorsprung für die Packers, wurde es also nochmal richtig spannend.

Im nächsten Drive reichte es für die Packers Offense nur zu einem First Down. Aaron Rodgers war bei einem Passversuch etwas ungenau und Adams konnte den Pass bei Third Down nicht fangen. Der incomplete Pass stoppte zudem die Uhr und die Browns musste bis dato auch noch kein Timeout nehmen. Die Browns hatten also die Chance das Spiel mit einem Field Goal zu beenden. Nur die wenigsten verstanden, warum die Browns anschließend vom Laufspiel abwichen und es über den Pass versuchten.

Mit noch drei Timeouts in der Tasche war die Notwendigkeit dafür nicht gegeben. Die Packers konnten den Run den ganzen Abend nicht stoppen, kassierten über 200 Yards am Boden und Mayfield warf zu diesem Zeitpunkt bereits drei Interceptions. Die Packers Defense konnte die Browns in einen dritten Versuch und 10 zwingen. Der anschließende Pass auf Peoples-Jones wurde von Rasul Douglas interceptet. Ein Play, welches für Diskussionen sorgte. Die Packers hätten sich über eine Flag nicht beschweren dürfen, allerding hatte auch Peoples-Jones sehr viel Kontakt gegen Douglas, bevor der Ball in der Luft war. Die Interception war die letzte offensive Aktion der Browns. Die Packers konnten nach einem weiteren First Down das Spiel abknien.

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Fazit

Ein Spiel was angesichts der vier Interceptions niemals so spannend werden darf. Die Performance der Offense in der zweiten Halbzeit war unterirdisch. Vermutlich hätte ein guter Drive gereicht, um das Spiel früher zu entscheiden. Stattdessen gab es nach dem Opening Drive im zweiten Durchgang lediglich noch ein einziges First Down in drei Drives. Mit dem Season Opener bei den Saints wohl die schwächste Leistung der Offense in dieser Saison.

Die erste Halbzeit ebnete letztendlich den Weg zum Sieg. Zu reden bleibt aber trotz der vier Interceptions über die Leistung der Defense. Über 200 Yards konnte die Browns am Boden erzielen. Dazu ein absurder Wert von 8,8 Yards pro Run. Joe Barry ist gefordert seine Defense gegen den Run wieder besser aufzustellen. Der Trend der Defense geht aktuell leider in die falsche Richtung.

Spieler des Spiels

Davante Adams mit 114 Yards und zwei Touchdowns. 13 Targets und insgesamt 10 Catches war in Abwesenheit von MVS der Grundstein für den Sieg. Auch die Leistung von Aaron Rodgers war wieder gut. Drei Touchdowns keine Interception und 200 Yards. Nicht sein bestes Spiel, aber wieder einmal ohne Fehler. Seine Ambitionen auf seinen vierten MVP-Titel hat er damit weiter untermauert.

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