Review Week 6: Shovel to own you

Packers win, Packers win, Bears down! Das könnte die Schlagzeile zum gestrigen Spiel sein. Green and Gold zogen den Bären das Fell über die Ohren und gewannen die Partie mit 24:14 (10:7). Das war zwar nicht alles schön, aber wen interessiert es? In Erinnerung bleibt die Partie wegen eines verrückten Passes von Rodgers und eines Zitats. Shovel to own you sozusagen.

1st Quarter

Dabei begann das Spiel denkbar schlecht. Gleich im ersten Drive verletzte sich Center Josh Myers am Knie und war raus. Die Folge: die O-Line war noch nicht ganz sortiert, da war Khalil Mack durch und sackte Aaron Rodgers und beendete damit den Drive. Was folgte war ein guter Drive der Bears, bei dem die Packers nicht wirklich Druck auf Rookie-QB Justin Fields aufbauen konnten. So arbeitete sich Chicago das Feld hinauf. Dann leistete sich Isaac Yiadom eine völlig unnötige Pass Interference und die Bears standen an der Goalline. Den Rest erledigte Khalil Herbert zur Führung für die Bears. Nun musste die Offense reagieren, war aber noch nicht ganz auf dem Feld. Ein erneuter Sackgegen Rodgers und dann ein zu schneller Stopp bei 3rd and 14 ließen den Ballbesitz erneut wechseln.

Die Partie zu kippen brachte dann, so ehrlich muss man sein, eine Schiedsrichterentscheidung. Die Bears hatten sich bis an die Mittellinie vorgearbeitet. Dann versuchte Fields einen langen Pass, der in Endzone von Darnell Savage gefangen wurde- INTERCEPTION! Ein relativ klares Offside von Kenny Clark wurde übersehen. Selbst die grüngüldene D-Line wunderte sich, dass die Refs die INT nicht zurücknahmen.

2nd Quarter

Wie auch immer: dieses Play war dann wohl die Zündung für die Packers. Vor allem der Chef höchst selbst wollte es wissen. Ein Quarterback-Sneak und ein langer Pass auf Adams für 32 Yards ließen die Packers an den Rand der Redzone kommen. Aaron Jones sorgte dann dafür, dass der Ball an der 1-Yard-Linie lag. Nun packte Rodgers einen Shovel-Pass aus, fand Allen Lazard im Gewühl. Ausgleich Packers! Und nun stand auch die Defensive: der folgende Drive wurde schnell beendet. Jonathan Garvin sammelte den entscheidenden Sack.

Dann kamen wieder die Refs in den Mittelpunkt: Angeführt von einem AJ Dillon-Run schafften es die Packers bis an die 15 Yard-Linie. Es folgte ein gut platzierte Pass von Rodgers auf EQ St. Brown und der deutsche Receiver fing diesen Ball sicher. Touchdown Pa… oh warte, die Refs hatten als Einzige im Stadion irgendwas gesehen und pfiffen Offensive Pass Interference. Wo sie dies hernahmen, wissen sie wohl selbst nicht. Die Packers mussten zurück und konnten „nur“ kicken. Mason Crosby verwandelte aber sicher zum 10:7-Halbzeitstand.

3rd Quarter

Das dritte Viertel begann wie das Erste mit einer Hiobsbotschaft: Darnell Savage verletzte sich beim ersten Play. Dennoch gelang es den Packers den ersten Drive der Bears zu stoppen. Im eigenen ersten Drive legten Rodgers und Co. nach. Die Packers boten in diesem Drive alles an, was die Offense ausmacht.  Jones, Adams, Deguara, Lewis – alle waren involviert. Den Schlusspunkt setzte Aaron Jones, der einen Pass fing und mit dem Ei in die Endzone lief. 17:7! Die Bears waren gezwungen zu werfen – was den Job der Defense einfacher machte. Allerdings konnte die Offense den Ballgewinn nicht in etwas Positives umwandeln, sodass Chicago mit Ballbesitz in den Schlussabschnitt ging.

4th Quarter

Hier schaffte es zunächst Herbert in die Endzone. Doch der Touchdown wurde wegen eines Haltens nicht anerkannt. Neuer Anlauf aus 26 Yards und erneuten schafften es die Bears. Darnell Mooney war im Slot völlig frei, verkürzte auf 14:17. Die Antwort der Packers darauf war eindrucksvoll.

Rodgers feuerte einen Bombe auf Adams, der in die Endzone lief. Doch sein Fuß war knapp außerhalb der Linie, so dass die Refs den Touchdown zurücknahmen. Prima-Ballerina Marcedes Lewis und Jones brachten den Ball tief in die Hälfte der Bears. Den Rest erlief der alte Mann selbst und feierte dies ausgiebig. Provoziert von Bears-Fans hieß es: „I still own you!“

Der Rest der Partie ist schnell erzählt: Kenny Clark haute zwei Sacks für 23 Yards Raumverlust raus und Fields brachte den letzten Pass bei 4th and 26 nicht an. Dillon mit vier Läufen für 23 Yards und die Victory Formation brachten 24:14-Sieg über die Zeit.

Fazit

Was soll man sagen? Aaron Rodgers hat ein zweites Lieblingsstadion, denn im Soldier Field fühlt er sich wohl. Dennoch: trotz vieler guter Aktionen war in der Offensive Sand im Getriebe. Das muss man nun mal so sagen. Gerade durch die Luft ging es immer nur bedingt. Das Laufspiel war dafür sehr gut. Dennoch: die Partie haben die Packers in der Defensive gewonnen.  Nur 14 Punkte zuzulassen zeigt, dass der zweite Anzug gar nicht so schlecht sitzt – auch wenn sich das auf dem Statistikbrett nicht unbedingt niederschlägt. Auf der anderen Seite muss man aber auch gestehen, dass die Bears ohne Quarterback gespielt haben. Fields hat zwar viele Dinge besser gemacht als in den Wochen zuvor, doch wenn es auf ihn ankam, war das Spiel doch deutlich einfacher.

Spieler des Spiels

Ich könnte Aaron Rodgers nehmen, ich könnte Aaron Jones nehmen. Aber nein, meiner kommt aus der Defensive. Stellvertretend für die gesamte Defense, die nach den Ausfällen von Z. Smith und Alexander sowie den Ingame-Ausfällen von P. Smith und Savage enorm gebeutelt war, nominiere ich ihn. Zwei entscheidende Sacks, zwei Tackle for Loss und zwei Quarterback-Hits zeigen, wie wertvoll Kenny Clark ist. Aber insgesamt muss man sagen, dass die Packers-Defense in Gänze funktionierte.

Aber natürlich haben auch Aaron Rodgers und allen voran Aaron Jones (5,8 Yards pro Lauf, 120 total, 1 TD) richtig stark performt.

Nicht so gut

Neben den Verletzungen dürfte sich Isaac Yiadom endgültig verbrannt haben. Seine Pass Interference vor dem ersten Touchdown der Bears hatte nicht mal High School-Niveau. Das macht jede Schülertruppe besser. Die berechtigte Folge war, dass er durch Douglas ersetzt wurde. Absolut verständlich!

Ebenfalls erwähnen muss man die Refs. Sind es oftmals die vielen Kleinigkeiten, die einen stören, haben die Schwarz-Weiß-Gestreiften gestern einen Klops nach dem Anderen geliefert. Das fehlende Free Play vor der Interception und der zurückgenommen Touchdown von EQ sind nur zwei von vielen Dingen, die auffielen. Und wenn man ehrlich ist, hat der fehlende Pfiff die Partie in Richtung Packers kippen lassen.

2 Gedanken zu “Review Week 6: Shovel to own you

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