Review Week 8: Statement on Thursday Night

Thursday Night, Spitzenspiel: die beiden aktuell wohl besten Teams der NFL standen sich in der letzten Nacht gegenüber. Und was soll man sagen? Trotz vieler, vieler Ausfälle konnten sich die Packers am Ende durchsetzen. Green and Gold gewann bei den Arizona Cardinals mit 24:21 (10:7)! Gegen das einzig ungeschlagene Team und mit den Sorgen wegen diverser Verletzungen haben die Packers ein echtes Statement abgeliefert!

1st Quarter

Die Partie begann für die Packers schlecht. Nach einer Strafe gegen EQ St. Brown im ersten Play war Green and Gold schnell zum Punten gezwungen. Corey Borjorquez brachte die Cardinals aber in schlechte Field Position. Insgesamt blieben die ersten drei Drives ohne Punkte. Erst mit dem Vierten nahm die Partie Fahrt auf. Ein langes Brot von Kyler Murray fand DeAndre Hopkins und der lief in die Endzone. Allerdings nicht fair, denn Hopkins hatte Eric Stokes ins Gitter gegriffen. Glück im Unglück zunächst, denn Stokes hatte zuvor nicht gut ausgesehen. Arizona fand dennoch den Weg in die Endzone. Chase Edmonds fand die Lücke in der D-Line zur Führung.

Die Packers gingen nun konzentrierter zu Werke. Schöne Läufe von Aaron Jones und AJ Dillon, garniert mit viel Play Action, brachte die Packers bis zum Seitenwechsel in die Redzone.

2nd Quarter

Der Rest war dann Runningback-Sache. Dillon bereitete vor, Jones lief die letzten zwei Yards in die Endzone. Ausgleich, 7:7! Nun sollte die Defense doch mal glänzen und sie tat es, in Person vom General. DeVondre Campbell gelang erst ein Tackle for Loss gegen Moore und dann ein Sack gegen Murray. Also wechselte der Ballbesitz. Die Packers konnten dies aber nicht nutzen, bis „Bojo“ wieder einen mordsmäßigen Punt hinlegte. Rondale Moore ließ den Ball durch die Finger gleiten und Summers sicherte ihn an der Cardinals Endzone. Nach einer Challenge von Matt LaFleur erkannten auch die Refs, dass Moore die Patschefinger am Ball hatte und so blieben die Packers in Ballbesitz.

Ärgerlich: Die Packers konnten die Einladung nicht nutzen. „Big Dog“ Lewis stand bei seinem Catch mit einem Fuß im Aus. Die Pässe auf Winfree und Cobb waren ebenfalls incomplete. Wobei es durchaus Schiedsrichter gibt, die bei Cobb gegen Wilson auf DPI entschieden hätten. Allerdings geht die Entscheidung wohl in Ordnung. Letztlich blieb den Packers nur das Field Goal. Für Mason Crosby war das aus 21 Yards eine einfache Übung. Mit dem 10:7 ging es in die Pause auch weil die Heilige Maria den Packers diesmal nicht gewogen war.

3rd Quarter

Der dritte Abschnitt lieferte den Packers einen Start nach Maß. Erst gelang Dean Lowry ein wichtiger Sack. Dann zeigte sich Henry Black reaktionsschnell, fing einen von Moore abgeprallten Pass ab. So kam Green and Gold in der Redzone in Ballbesitz. Der Rest war richtig stark herausgespielt, mit Randall Cobb als finalem Passempfänger. Mit dem 17:7 waren die Packers erstmals mit zwei Scores vorne.

Man muss aber gestehen, dass die Antwort der Cardinals sehr gut war. Murray verteilte die Bälle gut, die Packers bekamen kaum Zugriff. Und dann banden die Cards auch mal Zach Ertz ein, dessen Big Play erst zwei Yards vor der Endzone gestoppt wurde. Für James Conner, aktuell wohl einer der besten Runner in der Redzone ligaweit, war das ein leichtes Spiel. Arizona war wieder dran.

Nun zeigte die Packers Offense ihre Stärken. Mit einem der besten Drives der Saison gelangen Rodgers und Co. bis zum Viertelende noch fast bis in die Endzone. Ärgerlich dabei: Robert Tonyan verletzte sich bei einem Catch für 33 Yards. Das sah ganz übel aus und den Reaktionen von MLF nach zu urteilen, könnte die Saison für „Bob“ beendet sein.

4th Quarter

Zurück zum Positiven: Aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Dachten sich Rodgers und Cobb wohl und die Connection stellte den alten Abstand wieder her. 24:14! Die Cardinals gaben aber eine schnelle Antwort: unterstützt von einer DPI gelangen die Cardinals wieder schnell in die Redzone. Den Rest besorgte Conner mit einem Lauf aus neun Yards. 24:21 für die Packers und noch fast elf Minuten auf der Uhr.

Dass Aaron Rodgers einer der besten Clockmanager der NFL ist, ist bekannt. Und er lieferte wieder ein Glanzstück ab. Acht Minuten nahm er von der Uhr, die Packers kamen bis an den Rand der Endzone. Doch dann unterliefen gleich zwei Fehler, die man so nicht kennt. Erst eine Spielverzögerung, dann ein von Kennard geblockter Pass. Knapp dreieinhalb Minuten vor dem Ende kamen die Cardinals so nochmal in Ballbesitz. Und sie befreiten sich: vor allem die Big Plays auf Green (23 Yards) und Kirk (29) sind aus Packers-Sicht zu einfach gewesen. Auch von einem Fumble ließen sich Murray und Co nicht stoppen.

44 Sekunden vor dem Abpfiff war Arizona dann in der Redzone angekommen. Und arbeitete sich vor. 15 Sekunden vor dem Finale versuchte Murray dann einen Pass auf Green. Doch der schaute nicht auf den Ball, verpasste selbigen und Rasual Douglas griff zu. Interception zum Sieg und das vom Ersatz des Ersatzmanns, den die Packers erst am 06.10. aus dem Practice Squad der Cardinals verpflichtet haben. Kannst du dir nicht ausdenken! Victory Formation und die Packers nehmen den Sieg mit nach Hause.

Fazit

Mann o Mann, das Spiel war nichts für schwache Nerven. Doch am Ende belohnen sich die Packers für eine stabile Mannschaftsleistung. Rein statistisch war das, abgesehen vom Laufspiel, sicherlich nicht überragend. Doch setzt man das in Relation zu den Ausfällen, kann man vor dieser Mannschaft nur den Hut ziehen. Die beiden nominell besten Rusher, die beiden Starting Cornerbacks, die Nummer eins bis drei der Receiver und dein bester O-Liner fallen aus – und du schlägst das aktuell wohl beste Team der Liga. Natürlich haben die Cards die erste Halbzeit, gerade das zweite Viertel, voll verschlafen. Aber dennoch musst du in der Lage sein, dies zu nutzen.

Und das haben die Packers! Haben ein Statement gesetzt gegen das einzig ungeschlagene Team der Liga. Trotz der Ausfälle, trotz der Tatsache, dass Spieler ins eiskalte NFL-Wasser geworfen wurden, trotz der Tatsache, dass die Cards den Sieg am Ende wegwarfen, ist es ein Statement. Man muss die Packers in Sachen Superbowl auf dem Schirm haben.

Spieler des Spiels

Einen Spieler des Spiels rauszupicken wäre meines Erachtens unfair. Natürlich war ein DeVondre Campbell wieder stark. Auch die Runningbacks haben ein richtig starkes Spiel gemacht. Doch ich möchte hier die Jungs erwähnen, die aufgrund der Ausfälle in die Bresche springen mussten. Da ist natürlich Rasual Douglas mit der Game-Winning-Interception, dazu zwei Pass Deflections und neun Tackles. Da ist Henry Black, der sich für eine couragierte Leistung mit einer Interception belohnte.

Offensiv ist Juwann Winfree zu nennen. Frisch elevated aus dem Practice Squad fing er vier Pässe. Zwei davon waren wichtig. Dazu kommt Josiah Deguara, dessen zwei gefangene Bälle für 20 Yards sorgten. Und natürlich St. Brown, Amari Rodgers und so weiter. Der dritte und vierte Anzug der Packers sitzt.

Die Trainer

Wir müssen aber auch erwähnen, dass an der Seitenlinie unglaublich gut gearbeitet wurde. Natürlich hast du am Ende Glück, dass Green nicht aufpasst. Doch was zuvor passierte, hat mit einem unglaublich guten Gameplan zu tun. Matt LaFleur und sein OC Nathaniel Hackett haben da etwas auf das Brett gezaubert, wovon man nur zu träumen wagte. Ich würde zwar nicht so weit gehen, dass MLF seinen Gegenüber Kliff Kingsbury ausgecoached hat. Doch er hat sein Meisterstück abgeliefert. Auch in der Defense hat Jerry Gray als Ersatz für Joe Barry einen unglaublichen guten Job gemacht. Ich ziehe meinen Hut vor dem Coaching Staff – das bekommen andere nicht so gut hin.

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